Tom Hanks feiert 70. Geburtstag: Vom Hotelpagen zum Oscar-Star
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Antiparos (Griechenland) – Er hat einen griechischen Pass. Er schleckt nie öffentlich Eis – Diabetes 2. Er entwickelte eine „Hanx“-App für die Liebe zu Schreibmaschinen – er hat 250 Stück. Er ist ein Ur-Nachfahre des 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln († 56). Er war mal Hotelpage und trug die Koffer von Cher (80) und Harry Belafonte († 96). Tom Hanks („Forrest Gump“, „The Da Vinci Code“, „Philadelphia“) ist der netteste Oscar-Star Hollywoods, ein „Mr. Perfect“, den alle lieben, die silbergraue Eminenz der „Oscars“ und heimlicher Produzent von Welt-Hits wie „Mamma Mia“. Tom Hanks ist der stille König von Hollywood (100 Filme). Er ist eine Ikone unter den Stars. Seinen 70. Geburtstag wird er wohl in seiner weißen griechischen Villa (450 qm) auf Antiparos feiern, wie letztes Jahr – mit seinen vier Kindern. Er ist seit 38 Jahren mit der griechischstämmigen Produzentin, Schauspielerin und Sängerin Rita Wilson (69, „My Big Fat Greek Wedding“) verheiratet. Er trat zum griechisch-orthodoxen Glauben über. Griechenland machte beide zu Ehrenbürgern. Tom Hanks: „Ich muss mit meinem Gesicht leben“ Tom Hanks zu BILD über sein Alter: „Ich sah schon immer älter aus, als ich bin. Ich lebe sehr gesund, weil ich Diabetes Typ 2 habe. Kein Zucker. Wenig Alkohol. Nichts übertreiben.“ Er strahlt mit einem ewig kindlichen Schmunzeln: „Ich muss mit meinem Gesicht leben. Ich habe eine Goofy-Nase, hängende Ohren, leicht chinesische Augen und einen Bauch, auf den ich aufpassen muss.“ Ein Jedermann zum Umarmen – wie von Meg Ryan (64) in „Schlaflos in Seattle“ (1993) und „e-m@il für Dich“ (1998). Er fährt E-Auto, mag weiße Schäferhunde und pilgert jeden Tag von Malibu zu seiner Filmfirma „Playtone“ am Strand von Santa Monica. Er liebt Krimis (Philip Kerr), deutsche Serien („Babylon Berlin“, „Das Boot“) und seinen eigenen Charity-Kaffee für Kriegs-Veteranen („Hanks“). „Eine glückliche Ehe ist so schwer wie Filme machen“ Er ist der netteste Nachbar Hollywoods. Seine Buddys: Steven Spielberg (79, 5 Filme zusammen, z. B. „Der Soldat James Ryan“) und Ron Howard (71, „Apollo 13“). Er ist ehrlich: „Ich bin ein langweiliger Typ. Ich bin ein Familienmensch. Und eine glückliche Ehe ist genauso schwer wie Filme machen.“ Keine Skandale. Sein deutscher Kumpel ist Regisseur Tom Tykwer (61, „Cloud Atlas“, „Ein Hologramm für den König“). Wenn Hanks in Berlin dreht, so wie bei „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (2015), wohnt er im „Ritz-Carlton“, entdeckt die Stadt inkognito mit dem iPhone: „Meine Tarnung sind eine Brille, Baseballkappe und frische Bartstoppeln!“ Vom gemobbten Schüler zum Weltstar Vater: kalifornischer Koch. Scheidungskind mit 4 Jahren. 10 Mal umgezogen: 10 neue Schulen, neue Freunde. Schüchtern. Gemobbt. Mit 13 Kino-Erwachen: Er sieht Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968). Er guckt den SciFi-Klassiker 22 Mal! Sein Traum: Astronaut werden. Flucht ins Schultheater: „Ich bin mit kleinem Reisegepäck aufgewachsen.“ Lebensschule für ein Chamäleon. Theaterpreis für Shakespeare-Rolle. TV-Serie in New York. Durchbruch mit 28: „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ (1984). Weltruhm mit 37: Oscar als AIDS-Opfer in „Philadelphia“ (1993). Sein Doppel-Oscar ein Jahr später mit dem naiv-genialen „Forrest Gump“ (1994). Mehr als 600 Mio. Kinokasse. Weltstar mit 60 Mio. Gewinn-Anteil. Heute: eine Legende mit Firma (Serie: 2. Weltkrieg, Gorbatschow-Bio): „Filmemachen ist einfach großer Spaß.“ Er ist auch die Stimme von „Woody“ in „Toy Story“ (Teil 1–5). Platz 1 der US-Kinos. Als Dan Browns Thriller-Professor Robert Langdon („Da Vinci Code“) wurde Hanks zum Krimi-Kult. Mit 66 Jahren schrieb er einen Schlüsselroman über Hollywood: Wie schwer es ist, einen Blockbuster zu drehen. Mit 70 thront er über Hollywood: „Ich mache Filme, solange es mir Spaß macht.“ Ich habe ihn nur einmal schweigsam und melancholisch erlebt, in Florenz beim Dreh zu Dan Browns „Inferno“ (2016). Später wurde bekannt: Seine Frau war an Brustkrebs erkrankt. Alles wurde gut.