Tony Khan über Moné-Verletzung, PPVs, eine möglichen Neuzugang und mehr
AEW-Präsident Tony Khan hat sich am Donnerstag im Rahmen eines Media Calls den Fragen der Presse gestellt, um für AEW All Out am Samstag zu werben. Dabei äußerte er sich unter anderem dazu, wie die Verletzung seiner Women’s World Champion die Planungen verändert hat, zu einem möglichen Neuzugang und zur Zukunft von Worlds End. Außerdem sprach er über die anstehende Fusion des Mutterkonzerns sowie über die Pläne, die er mit dem verstorbenen Andy Williams hatte.
Verletzung von AEW-Champion durchkreuzte All-Out-Pläne
Die Verletzung von Mercedes Moné hat die Planungen für All Out deutlich verändert. Das bestätigte Khan auf Nachfrage. Moné hatte bei All In 2026 in London Willow Nightingale besiegt und sich den AEW Women’s World Title gesichert, erlitt in dem Match allerdings einen Nasenbruch. Seitdem ist sie zwar im Fernsehen zu sehen, stand aber nicht mehr im Ring. Laut Khan war ursprünglich ein Match der Titelträgerin bei All Out vorgesehen. Sie selbst wolle am Samstag auch antreten, habe von den Ärzten aber noch keine Freigabe erhalten. Um eine langfristige Verletzung handle es sich nicht, Khan zeigte sich nahezu sicher, dass Moné im Oktober zurückkehrt. Deshalb ermittelt AEW bei All Out die nächste Herausforderin: Willow Nightingale und Thekla treffen im Einzelmatch aufeinander, die Siegerin erhält ihr Titelmatch gegen Moné bei WrestleDream.
Tony Khan äußert sich zu möglichem Neuzugang
Um Mara Sadè gibt es derzeit Spekulationen über einen Wechsel zu AEW. Die frühere NXT- und TNA-Wrestlerin hatte auf ihrer neuen Website AEW unter den Promotions aufgeführt, für die sie bereits tätig gewesen sei, obwohl sie dort noch nie aufgetreten ist. Der Eintrag wurde kurz darauf wieder entfernt. Laut einem Bericht von Fightful Select steht Sadè bei AEW unter Vertrag. Auf die Frage, ob sie die Open Challenge von Persephone um die TBS Championship bei All Out annehmen könnte, wollte Khan sich nicht festlegen. Er bezeichnete Sadè als großartiges junges Talent, das man bei AEW aus vielen Gründen gut kenne, auch wenn sie bislang nicht für die Promotion angetreten sei. Man solle dranbleiben, man wisse nie. Sie sei für AEW von großem Interesse und jemand, den man im Auge behalten sollte. Sadè stand bis 2025 bei WWE unter Vertrag und arbeitete anschließend rund ein Jahr für TNA.
Worlds End bestätigt, Khan sieht AEW für Fusion gerüstet
Nachdem im Netz spekuliert worden war, AEW könne im Dezember auf eine Pay-per-View verzichten, stellte Khan klar: Worlds End findet auch 2026 statt, eine offizielle Ankündigung soll in Kürze folgen. Gegenüber Jeremy Lambert von Fightful verriet er zudem, dass AEW höhere Pay-per-View-Verkäufe verzeichne, wenn ein Match der Pre-Show in die Hauptcard hineinläuft. So geschah es zuletzt bei All In, als der Casino Trios Royale aus der Pre-Show in den Beginn der Pay-per-View überging und The New Level in den ersten Minuten debütierte. Erstmals habe er dieses Mittel beim Match zwischen FTR und JetSpeed eingesetzt; Zuschauer, die das Match auf TNT verfolgten, hätten daraufhin die Pay-per-View gekauft, um weiterzuschauen. Nutzen wolle er das aber nur in passenden Situationen, nicht bei jeder Show.
Auch zur Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery, unter deren Dach AEW läuft, äußerte sich Khan. Paramount hatte zuvor eine Einigung mit Kalifornien und weiteren Bundesstaaten erzielt, um den Zusammenschluss abschließen zu können. Khan verwies darauf, dass AEW bereits mehrere Führungswechsel erlebt habe. Vom Start unter AT&T über die Übergangsphase 2020 und 2021 bis zur Übernahme durch Discovery 2022. Die künftige Konstellation sei für ihn eher eine bekannte Größe. AEW habe sich als starker Partner bewiesen, und er werde dafür sorgen, dass die Promotion in jede Konzernstruktur passe; er habe mehrfach gezeigt, dass er ein verlässlicher Corporate Soldier sei. Er gehe davon aus, dass AEW noch viele Jahre ein wichtiger Teil des Portfolios bleibe.
„The Butcher“ Andy Williams hatte Pläne für eine Rolle hinter den Kulissen