Top-Abiturientin (18) hat jetzt Großes vor - und hinterlässt bereits Spuren an ihrer Schule
„Physik ist wie Mathematik, nur angewandter“, sagt die 18-jährige Flora Merkelbach. Sie muss es wissen. Denn beides gehörte zu ihren Lieblingsfächern am Templiner Gymnasium. Diesen Lebensabschnitt hat sie jetzt beendet, mit ihrem ganz besonderen Ergebnis: Flora gehörte zu den vier Zwölftklässlern des diesjährigen Jahrgangs mit einem 1,0- Abitur. Erolge in der Forschung erzielen Das Beste aus sich herauszuholen, hatte sich die Abiturientin vorgenommen. „Es hat funktioniert. Natürlich freuen sich auch meine Eltern darüber.“ Floras Plan für die Zukunft: Sie möchte Physik in Mainz studieren. „Naturwissenschaften sind mein Zuhause. Nach dem Studium möchte ich in die Forschung, dort Erfolge erzielen“, so die 18-Jährige, die noch in Groß Dölln zu Hause ist. Sie spricht in diesem Zusammenhang von ihren Lehrern Detlef Schönrock, Mathematik, und Steffen Geschwendt, Physik, die sie darin bestärkt haben. In ihrem Jahrgang sei ihr Berufswunsch ein Phänomen, sagt sie. „Ich weiß aber auch durch die Teilnahme an Camps und anderen Veranstaltungen, dass Physikerinnen keine Seltenheit sind.“ Das Ende der 12-jährigen Schulzeit empfindet Flora Merkelbach schon als etwas Besonderes. „Mir ist klar, dass die Zeit mit meinen Freunden und Mitschülern so nicht wiederkommt. Ich habe in den vergangenen fünf Jahren am Gymnasium herausgefunden, was mir liegt. Das ist wichtig.“ Grundsätzlich überwiegt die Vorfreude bei der 18-Jährigen auf das Neue, auch wenn sie die Ruhe in der Uckermark und die ländliche Gegend ein wenig vermissen wird: „Das, was jetzt kommt, bedeutet mehr Selbstständigkeit und viel unterwegs zu sein“, sagt sie. Mit ihren engsten Freunden möchte sie in Kontakt bleiben, sich mit ihnen treffen, wenn es passt. Spuren hinterlassen In guter Erinnerung wird Flora Merkelbach ihrer Schule nicht nur wegen ihrer herausragenden schulischen Leistungen bleiben: Im Seminarkurs Biologie hat sie in ihrer Facharbeit das Konzept für die Gestaltung eines Grünen Klassenzimmers auf dem Schulgelände des Templiner Gymnasiums entwickelt. „Sehr selbstständig und umfassend“, lobt ihr nun ehemaliger Fachlehrer Dirk Schröder. So habe sich durch ihre Untersuchung des ph-Wertes des Bodens auf der vorgesehenen Fläche herausgestellt, dass sich darunter Bauschutt befindet. „Eine wichtige Erkenntnis für die Auswahl der Bäume, Pflanzen und Sträucher.“ Flora habe darauf aufbauend drei Vorschläge erarbeitet. „Durch die Abstimmung unter der Schülerschaft gibt es jetzt einen Favoriten, der umgesetzt werden könnte“, so Dirk Schröder.