Tornado in Norditalien: Kathedrale in Lombardei beschädigt
Ein Tornado hat in der norditalienischen Stadt Cremona historische Gebäude beschädigt. An der Kathedrale von Cremona wurde eine Turmspitze beschädigt, an der Torre Civica, dem Rathausturm, stürzte die Abdeckung ein.
Der Dom in der 71.000-Einwohner-Stadt gehört zu den markantesten mittelalterlichen Kirchbauten in der Lombardei. Das italienische Fernsehen RAI zeigte am Freitagabend Bilder des katastrophalen Unwetters, das sich am Nachmittag am Ende der extremen Sommerhitze formiert hatte.
Werke der Gotik zerstört - daneben hunderte Autos und weitere Gebäude
Der obere Teil eines der Türme des Doms stürzte auf den Platz vor der Kathedrale, wo er zerschellte. Neben der Kathedrale und dem historischen Rathaus der Stadt wurden auch weitere Gebäude von der Wucht des Sturms getroffen. Ferner wurden Hunderte Autos vom Hagel und umstürzenden Bäumen zerstört.
Mit rund 300.000 Katholiken gehört das Bistum Cremona zu den mittelgroßen Bistümern Italiens. Die Kathedrale stammt im Kern aus der Epoche der Romanik. Die charakteristischen Türme an der Fassade sind beziehungsweise waren Werke der Gotik.
Feuerwehr: Mehr als 300 Einsätze
Auch andere Teile der Region wurden am Freitagnachmittag und -abend von starkem Wind und Hagel heimgesucht. Dächer, Fenster und Infrastruktur wurden beschädigt, zudem Bäume umgerissen. Rund um die Stadt Brescia erreichten Hagelkörner Medienberichten zufolge die Größe von Tennisbällen.
Nach Angaben der Feuerwehr waren in der Lombardei bis zum Abend mehr als 300 Einsätze registriert worden, mehr als 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Zur Verstärkung wurden Einsatzkräfte aus anderen Provinzen geholt.
Mit Informationen von KNA und dpa