Torsten Sträter spricht über Krebs im "Kölner Treff" - weitere Krankheit
"Kölner Treff"
Comedian berichtet von Krebs-Diagnose – und weiterer Krankheit
Von t-online, pb
05.09.2026 - 09:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Comedian Torsten Sträter hat ein hartes Jahr hinter sich – und spricht im "Kölner Treff" trotzdem ganz offen darüber.
Im "Kölner Treff" (WDR) hat der Comedian Torsten Sträter am Freitagabend ausführlich über seine Erlebnisse nach seiner Krebs-Diagnose berichtet – und dass ihn in seinem schweren Jahr seit dem Bekanntwerden der Krankheit auch noch die Diagnose Diabetes ereilt habe.
"Ich hatte Krebs", sagte Sträter über das vergangene Jahr lapidar. "Dann gab es schön Chemotherapie und Pippi, volle Lotte. Das habe ich alles ganz schön vertragen", berichtete er weiter. Inzwischen gehe es ihm wieder gut: "Ich bin mittlerweile ganz stabil." Er freue sich "über jedes CT", auch wenn ihm bewusst sei: "So etwas kann immer mal wieder kippen. Deswegen teile ich mir das Leben anders ein."
Näher äußern wollte er sich dazu nicht: "Aber man kann nicht allzu viel dazu sagen außer: Jetzt geht's mir gut."
Vor einem halben Jahr kam eine weitere Diagnose hinzu: Sträter ist Diabetiker. Über seine frühere Ernährung sprach er selbstkritisch: "Man muss jetzt auch wissen, dass ich mich so beschissen ernährt habe, sehenden Auges. Also so Industriekuchen, Vierkant, das war mein Frühstück. Du kriegst da so einen kompletten Zitronenkuchen weggezimmert."
WDR schenkt Sträter eine Torte aus Hack im "Kölner Treff"
Auch Süßigkeiten spielten eine große Rolle: "Haribo ist für mich eine Zwischenmahlzeit gewesen, 250 Gramm." Diese Gewohnheiten hat Sträter inzwischen komplett aufgegeben. "Zucker zuerst, außer da, wo es nicht zu vermeiden ist", beschrieb er seine neue Ernährungsweise. Seit der Chemotherapie verzichtet er zudem weitgehend auf Fleisch.
Über die Diabetes-Diagnose hatte Sträter die WDR-Verantwortlichen wohl vorab informiert: Denn gleich zu Beginn des Gesprächs mit ihm war es zu einem kuriosen Moment gekommen. Sträter bekam in der Sendung zu seinem 60. Geburtstag eine Torte überreicht – gebacken aus Hackbraten, garniert mit Kerzen aus Gewürzgurken und Silberzwiebeln. Man habe auf Zucker verzichten wollen, sagte "Kölner Treff"-Moderatorin Susan Link.
Der sonst wortgewandte Comedian wirkte angesichts des Fleischbergs zunächst sprachlos. "Ja, das ist Hack", stammelte er, bevor er sich wieder fasste: "Das ist wirklich schön. Der erste Geburtstagskuchen, der beim Verdauen nicht die Farbe wechseln muss. Ich bin begeistert und ich freu mich." Essen wird Sträter wohl nicht – er verzichtet mittlerweile auch auf Fleisch, das ihm mittlerweile nach Metall schmecken würde, wohl eine Folge der Krebserkrankung und der folgenden Chemotherapie.
Torsten Sträter will in seinem Comedy-Programm nicht über Krebs reden
Seine Krebserkrankung will Sträter nicht in seine Bühnenprogramme einbauen. "Daraus lässt sich nichts machen", sagte er. "Ich verstehe jeden, der sagt: 'Ich habe Krebs, ich möchte die Geschichte erzählen'. Der kann daraus ein Buch schreiben, und dann gibt es, weil er der Autor ist, auch hoffentlich ein Happy-End – bis auf Weiteres." Ihm selbst gehe es beim Comedy-Programm darum, lustig zu sein – und Krebs sei einfach nicht lustig.
Vor Kurzem ist Sträters neuestes Buch erschienen, "Mach mal das große Leselicht an". In der kommenden Woche feiert zudem sein neues Comedy-Programm Premiere: "Die Zyklopen von Saint Tropez". Details wollte Sträter dazu noch nicht verraten – nur so viel: "Zyklopen kommen auch vor."