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Tote bei Absturz von russischem Langstreckenbomber

Welt

Ukraine-News

Tote bei Absturz von russischem Langstreckenbomber

von MDR AKTUELL

Stand: 29.09.2026 21:52 Uhr

Russischer Langstreckenbomber abgestürzt - sechs Tote.

Estland wirft Russland Sabotage vor

Russland erhöht Rüstungsausgaben

Kiew meldet Schäden nach russischen Angriffen

Ereignisse gestern – Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

Selenskyj kündigt Abwehrraketen gegen russischen Düsen-Drohnen an

Angesichts massiver Probleme bei der Abwehr von russischen Drohnen mit Düsenantrieb hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine baldige Linderung in Aussicht gestellt. In seiner Videobotschaft sagte er, derzeit würden ukrainische Abfangraketen bereits unter Kampfbedingungen eingesetzt. Die Abfangrate sei aktuell noch zu niedrig. Er versicherte aber, dass sich die Trefferquote erhöhen werde. Für den Oktober seien konkrete Produktionsraten festgelegt worden.

Nach Selenskyjs Worten wurden am Dienstag bis zum Abend von 29 russischen Drohnen mit Düsenantrieb 18 abgefangen. Diese schnellen und hochfliegenden Fluggeräte werden demnach derzeit von Kampfflugzeugen abgeschossen. Belgien hat dem Staatschef zufolge die Lieferung von drei F-16-Kampfflugzeugen bis Ende des Jahres zugesagt. (Quelle: dpa)

Zwei Tote bei russischen Gleitbombenangriff auf Sumy

Bei russischen Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf Telegram, weitere sechs Menschen seien verletzt worden. Demnach waren vier russische Gleitbomben im Stadtzentrum eingeschlagen. Sie sollen auch ein Schulgebäude getroffen haben. (Quelle: dpa)

Merz sieht bei Russland kein Bereitschaft für Friedesverhandlungen

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht bei Russland kein Interesse an ernsthaften Friedensverhandlungen. Als Beleg verwies er auf das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul und dessen russischem Amtskollegen Sergej Lawrow.

Merz sagte, die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland habe gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert sei. Merz erklärte, Deutschland werde deshalb alle Anstrengungen unternehmen, der Ukraine weiter behilflich zu sein, sie zu unterstützen. Dies gelte nicht nur militärisch, sondern auch politisch, finanziell, ökonomisch.

Lawrow hatte nach dem Gespräch mit Wadephul erklärt, er habe keine neuen Äußerungen Berlins gehört. Ein Anruf Wadephuls hätte gereicht. (Quelle: AFP)

Sechs Tote bei Absturz von russischem Langstreckenbomber

Im Fernen Osten Russlands ist ein Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 abgestürzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Mitteilung das Verteidigungsministeriums in Moskau. Bei dem Absturz seien sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiteres Besatzungsmitglied sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Die Maschine sei bei einem Trainingsflug in der Region Amur an der Grenze zu China über unbewohntem Gebiet abgestürzt. Munition soll sich nicht an Bord befunden haben. (Quelle: AFP)

Wirtschaftsgespräche zwischen den USA und Russland

Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow nimmt am Treffen der G20-Handelsminister am Mittwoch und Donnerstag in den USA teil. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium. US-Präsident Donald Trump hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum nächsten G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Ob Putin die Einladung annimmt, ist noch unklar.

Auch Russlands Sondergesandter Kirill Dmitriew hat sich bereits während seines Besuchs in Washington mit Vertretern des US-Finanz- und des Energieministeriums getroffen. Ein US-Regierungsvertreter sprach von konstruktiven Gesprächen. Es sei nicht nur darüber gesprochen worden, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könne, sondern auch über mögliche Energieprojekte nach einem Ende des Krieges. (Quelle: Reuters)

Estland macht Russland für Brandanschlag auf Rüstungshersteller verantwortlich

Ein Brandanschlag auf ein estnisches Rüstungsunternehmen im August ist nach Erkenntnissen der Regierung in Tallinn von russischen Geheimdiensten in Auftrag gegeben worden. Dies teilte der estnische Ministerpräsident Kristen Michal mit. Das betroffene Unternehmen Milrem Robotics liefert unbemannte Fahrzeuge an die Ukraine.

Wir können heute mit Gewissheit sagen, dass der Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen Milrem Robotics in der Nacht vom 14. auf den 15. August ein Sabotageakt war, der von den russischen Geheimdiensten angeordnet wurde. Kristen Michal, Ministerpräsident Estland

Eine russische Stellungnahme gibt es noch nicht. Moskau wies Vorwürfe über Sabotage oder hybride Angriffe bislang aber stets zurück.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Dienstag in Brüssel, dass Russland mit seiner "rücksichtslosen Kampagne feindseliger Aktionen gegen Nato-Verbündete" gescheitert sei. Russland scheitere auf dem Schlachtfeld in der Ukraine, "und es scheitert daran, unsere Einheit und unsere Unterstützung für die Ukraine zu untergraben." (Quelle: Reuters, dpa, AFP)

Antrittsbesuch des ukrainischen Verteidigungsministers verschoben

Der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara hat seinen für heute geplanten Antrittsbesuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius in Berlin kurzfristig abgesagt. Grund sei die Lage in der Ukraine, teilt das Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten bemühten sich um einen Ersatztermin. (Quelle: Reuters)

Mindestens acht Verletzte nach Angriffen auf Odessa

Bei neuen russischen Angriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden unter anderem ein Industriebetrieb, Lagerhallen und ein Tierheim getroffen. (Quelle: dpa)

Russland setzt Angriffe auf Kiew fort

Russland hat seine schweren Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht fortgesetzt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe kamen erneut ballistische Raketen zum Einsatz. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete Schäden und Brände in mehreren Stadtteilen. Getroffen wurden demnach unter anderem ein Verwaltungsgebäude und eine Bildungseinrichtung.

Bereits im Tagesverlauf war Kiew mehrfach angegriffen worden. Nach Behördenangaben wurden dabei zwei Menschen getötet und 24 weitere verletzt. Getroffen wurden unter anderem eine Klinik und die Akademie der Wissenschaften. (Quellen: dpa, AFP)

Russland plant höhere Militärausgaben für 2027

Russland will seine Militärausgaben 2027 einem Reuters-Bericht zufolge auf den höchsten Stand seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine erhöhen. Geplant seien 17,1 Billionen Rubel, umgerechnet rund 178 Milliarden Euro. Das wären etwa 27 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen.

Die steigenden Rüstungsausgaben belasten den russischen Staatshaushalt. Für 2026 rechnet die Regierung den Dokumenten zufolge inzwischen mit einem Haushaltsdefizit von 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, doppelt so viel wie bislang erwartet. Zur Finanzierung sind für 2027 unter anderem Steuererhöhungen geplant. (Quelle: Reuters)

Papst fordert neue Gespräche über Ende des Ukraine-Kriegs

Papst Leo XIV. hat neue internationale Anstrengungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. Die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder müssten sich an einen Tisch setzen und miteinander sprechen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Rückflug von einer Frankreich-Reise.

Zugleich warnte Leo erneut vor einem internationalen Wettrüsten. Statt immer mehr Geld für Waffen auszugeben, sollten die Mittel stärker zur Bekämpfung von Hunger, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit eingesetzt werden. (Quelle: dpa)

Die Ereignisse gestern – am 28. September 2026

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In Dnipro und der nahe gelegenen Stadt Synelnykowe starben nach Angaben des Regionalgouverneurs mindestens vier Menschen. In Kiew wurde laut Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Mensch beim Angriff auf das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getötet. Auch eine Klinik wurde getroffen. In Charkiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters 35 Menschen bei Angriffen mit Gleitbomben auf ein Wohnhaus verletzt.

Selenskyj zufolge griff die Ukraine Ölanlagen und Rüstungsfabriken in Russland an. In der Grenzregion Brjansk wurde nach russischen Angaben bei einem Drohnenangriff eine Bahnbrücke beschädigt; fast 30 Waggons entgleisten.

Die EU verhängte neue Sanktionen gegen Personen, die am Ausschluss der russischen Anti-Kriegspartei Jabloko von der Duma-Wahl beteiligt gewesen sein sollen. Weitere Maßnahmen richten sich gegen Personen und Einrichtungen, die die EU für die rechtswidrige Verschleppung ukrainischer Kinder verantwortlich macht.

Selenskyj erklärte unter Berufung auf Geheimdienste, Russland habe eine zusätzliche Mobilmachung begonnen. Unabhängig davon erhöhte Präsident Wladimir Putin per Dekret die vorgesehene Personalstärke der Streitkräfte um 15.500 Militärangehörige. Eine Mobilisierung von Reservisten ist damit nicht verbunden. Russland stellte zudem das dortige Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter russische Verwaltung.

Ukraine-News am Dienstag, 29. September 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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