Tötungsdelikt in Marburg: Polizei schnappt Tatverdächtigen im Ausland
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Tötungsdelikt in Marburg: Polizei schnappt Tatverdächtigen im Ausland
Von: Christoph Sahler, Nora Kraft, Erik Scharf
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Eine vermisste 35-jährige Frau ist in Marburg leblos in einem Gebüsch aufgefunden worden. Die Kriminalpolizei vermeldet am Freitag eine Festnahme.
Update vom Freitag, 23. Oktober, 11.20 Uhr: Nach dem Fund einer Leiche am Mittwochnachmittag (siehe Erstmeldung) leiteten die Staatsanwaltschaft Marburg und die örtliche Kriminalpolizei umgehend umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen ein. Am Freitagvormittag äußerten sich die Behörden mit neuen Details in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
„Im Rahmen der intensiven Ermittlungen identifizierten die Ermittler einen Tatverdächtigen. Der Mann hatte sich nach der Tat bereits ins Ausland abgesetzt. Weitere, länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen führten nach Polen“, heißt es dort. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ das Amtsgericht wegen des dringenden Tatverdacht des Mordes einen nationalen sowie einen europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen. Der 42-Jährige wurde in grenzüberschreitender, europäischer Zusammenarbeit mit polnischen Behörden lokalisiert und gestern in Polen festgenommen. Er befindet sich nun in Haft, die Staatsanwaltschaft Marburg wird seine Auslieferung nach Deutschland im Wege eines Rechtshilfeverfahrens betreiben.
Polizei schnappt Tatverdächtigen in Polen
„Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge steht der festgenommene polnische Staatsangehörige in dringendem Verdacht, sein Opfer durch 19 Messerstiche getötet zu haben. Täter und Opfer führten nach aktuellen Erkenntnissen zumindest in der Vergangenheit eine Beziehung“, schreiben die Behörden weiter.
Laut Polizei hielt sich das Opfer hielt aufgrund eines Ex-Partners, bei dem es sich nicht um den Tatverdächtigen handelt, in einem Frauenhaus auf. „Die 35-Jährige traf sich den Ermittlungen zufolge am Mittwoch mit dem Tatverdächtigen. Anschließend soll der 42-Jährige die Frau getötet haben. Sein Motiv und die Hintergründe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“
Vermisste Frau (35) tot aufgefunden: Polizei ermittelt wegen Tötungsdelikts
Update von Donnerstag, 22. Oktober, 16.10 Uhr: Nachdem in Marburg eine 35-Jährige tot in einem Gebüsch gefunden wurde (siehe Erstmeldung), laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
„Die Staatsanwaltschaft Marburg und die Marburger Kriminalpolizei führen derzeit umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen durch“, teilten die Behörden am Nachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die Hintergründe zur Tat sind noch völlig unklar. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ machen die Ermittler derzeit keine weiteren Angaben zu den bislang vorliegenden Erkenntnissen.
Zeugen, die Hinweise geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden weiterhin gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 06421/4060 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Leichnam einer Frau in Marburg gefunden
Erstmeldung von Donnerstag, 22. Oktober, 14.26 Uhr: Bei der Suche nach einer vermissten Frau haben Einsatzkräfte in Marburg eine leblose Person aufgefunden. Polizeibeamte entdeckten die Tote am Mittwochnachmittag (21. Oktober) in einem Gebüsch in der Straße „Am Erlengraben“. Wie die Ermittlungsbehörden mitteilten, wurde die Verstorbene inzwischen zweifelsfrei als die gesuchte 35-Jährige identifiziert.
Erste Erkenntnisse der Ermittler begründen den Verdacht auf ein Tötungsdelikt. Die Frau soll mehrere Stichverletzungen aufgewiesen haben.
Umfangreicher Einsatz und Spurensicherung vor Ort
An den polizeilichen Maßnahmen, die bis in die späten Abendstunden andauerten, waren Beamtinnen und Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei sowie des Präsidiums Einsatz beteiligt. Die Einsatzkräfte sperrten das Areal weiträumig ab, suchten das umliegende Gelände ab und sicherten Spuren am Fundort.
Zu den möglichen Hintergründen äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.