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Tour de France: Nach erneuter Pleite gegen Pogacar - Vingegaard-Erklärungen "nur schwache Ausreden"

Sport

Tadej Pogacar dominierte bei der Tour de France nach Belieben. Schon vor dessen Sturz deklassierte der Radsport-Superstar seinen größten Kontrahenten Jonas Vingegaard. Die Erklärungen des Dänen für seinen Rückstand sind für einen Ex-Profi allerdings nur "schwache Ausreden".

So bezeichnete der frühere Tour-de-France-Fahrer Michael Rasmussen Vingegaards Aussagen, ihm habe aus guten Gründen die Explosivität gefehlt.

Vingegaard hatte argumentiert, dass ihn die Vorbereitung auf den Giro d'Italia eher auf lange, gleichmäßige Anstiege ausgerichtet habe als auf kurze, explosive Attacken, die bei der Tour entscheidend gewesen seien. Zwischen den beiden Grand Tours lagen lediglich fünf Wochen – aus seiner Sicht zu wenig Zeit, um die Form entsprechend anzupassen.

Rasmussen lässt diese Begründung nicht gelten. "Das klingt wie eine Ausrede", sagte er gegenüber "Viaplay". "Sie hatten einen ganzen Monat Zeit, um ihn wieder explosiver zu machen." Zudem glaubt der Däne nicht, dass Vingegaard erschöpft aus dem Giro gekommen sei. Im Gegenteil: Der Visma-Kapitän dominierte die Italien-Rundfahrt bei seinem Debüt problemlos, gewann fünf Etappen und sicherte sich souverän den Gesamtsieg.

Vingegaard chancenlos gegen Pogacar

Auch unabhängig von der Vorbereitung sieht Rasmussen kaum Chancen auf ein anderes Ergebnis. Pogacar habe das Duell bereits früh klar für sich entschieden. Vor Vingegaards Sturz auf der 15. Etappe lag der Slowene bereits mehr als viereinhalb Minuten vorne.

Entscheidende Zeitverluste kassierte der Däne unter anderem am Col du Tourmalet, wo Pogacar fast drei Minuten gutmachte.

"Visma hätte Jonas zum Mond schicken können – das Resultat wäre dasselbe gewesen: eine Niederlage gegen Pogacar", beschreibt Rasmussen die Chancenlosigkeit seines Landsmannes.

Dabei war das Duell der beiden Topfahrer noch vor wenigen Jahren ausgeglichen. Vingegaard gewann die Tour 2022 und 2023, ehe Pogacar ab 2024 zurückschlug, sich deutlich steigerte und die Frankreich-Rundfahrt seither dominiert.

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