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Tour de France: Pogacar äußert spannenden Doping-Verdacht nach Vingegaard-Aus

Sport

Es war der große Schockmoment der 15. Etappe bei der Tour de France. Jonas Vingegaard musste nach einem schweren Sturz aufgeben. Sein großer Rivale Tadej Pogacar zeigte sich im Ziel sichtlich betroffen – und fand deutliche Worte. Vingegaard war in einer scharfen Rechtskurve weggerutscht und auf die Schulter gefallen. Sofort war zu sehen, dass es sich dabei um eine schwerere Verletzung handeln könnte. Nur wenige Minuten nach dem Zwischenfall wurde der Däne, den Arm in einer Schlinge, ins Krankenhaus gefahren. Pogacar befand sich unmittelbar hinter Vingegaard, als sich der Unfall ereignete. Kurz wirkte der Gesamtführende niedergeschlagen, nachdem er vom Aus des Dänen erfahren hatte. Anschließend nahm er wieder Tempo auf und machte gemeinsam mit seinem ebenfalls gestürzten Teamkollegen Isaac del Toro auf der Schlusssteigung entscheidend Zeit gut. Den Tagessieg sicherte sich Remco Evenepoel, während Pogacar und del Toro die Plätze zwei und drei belegten. Doch sportliche Aspekte spielten im Anschluss für den Slowenen kaum eine Rolle. "Es ist sehr, sehr traurig, dass Jonas gestürzt ist", erklärte Pogacar im Interview nach der Etappe. "Seit 2021 kämpfen wir um den Toursieg. Am Anfang hatten wir vielleicht kein perfektes Verhältnis, aber in den letzten zwei Jahren sind wir respektvolle Rivalen geworden – sogar Freunde. Die Tour de France wird ohne ihn nicht dieselbe sein", so der Slowene. Nächtliche Dopingprobe Schuld am Sturz? Pogacar beließ es jedoch nicht bei Genesungswünschen. Er griff ein Thema auf, das bereits vor dem Start der Etappe für Gesprächsstoff gesorgt hatte: Vingegaard war in der Nacht zuvor um 2:00 Uhr zu einer Dopingkontrolle geweckt worden. Auch Pogacar selbst wurde in den frühen Morgenstunden kontrolliert, gegen 5:00 Uhr, und klagte über erheblichen Schlafmangel. Innerhalb seines Teams hatte dies bereits für Unmut gesorgt. Im Ziel stellte der Gesamtführende eine mögliche Verbindung her: "Jonas hatte um zwei Uhr nachts eine Dopingkontrolle. Da fragt man sich schon, ob man mit so wenig Schlaf nicht weniger konzentriert ist." Pogacar ging sogar noch weiter: "Seine Tour de France ist ruiniert – und vielleicht hängt das alles zusammen."

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