Tour: Pedersen siegt bei 39 Grad ín Foix - Træen übernimmt Gelb
Im Sprint ließ Pedersen bei 39 Grad im Zielort Foix seinen Kontrahenten überhaupt keine Chance und sorgte damit für den ersten Ausreißersieg bei dieser Tour. Zweiter wurde Teamkollege Quinn Simmons, der den Sprint des Etappensiegers auch noch vorbereitet hatte. Dritter wurde Raul Garcia. Die Ausreißer kamen mit einem satten Vorsprung von 12:59 Minuten vor dem Feld der Klassementfahrer ins Ziel. Træen vom Team Uno-X übernahm damit das Maillot Jaune von Pogacar. Der 30-Jährige ist der dritte Norweger, der das Führungstrikot bei der Tour trägt. Zuletzt hatte Alexander Kristoff bei der 1. Etappe der Tour 2020 Gelb erobert. Pedersen profitierte im Finale auch davon, dass er neben Simmons mit Mathias Vacek auch noch einen zweiten Helfer dabei hatte: "Das war ein Meisterwerk in der Teamarbeit. Vielleicht nicht im Klettern. Ich habe sehr gelitten am letzten Anstieg, aber mit Quinn und Vacek an meiner Seite war es ein unglaublicher Tag", sagte der Däne im Sieger-Interview. Pogacar jetzt mit 7:53 Minuten Rückstand Im Gesamtklassement führt Træen jetzt mit 28 Sekunden vor Sean Quinn, neuer Dritter ist Vacek (+3:50 Minuten). Pogacar und Vingegaard folgen auf den Plätzen vier und fünf mit jeweils 7:53 Minuten Rückstand. Nach der ersten Bergetappe am Montag ging es bei der 4. Etappe durch das hügelige Pyrenäen-Vorland. Auch wenn es nur vier Bergwertungen der 2. bis 4. Kategorie gab, auf den 182 Kilometern von Carcassonne nach Foix summierten sich dennoch 2.700 Höhenmeter. Eissocken und Slush-Eis gegen die Hitze Die größere Herausforderung für die Radprofis dürfte aber die Hitze gewesen sein. Es war noch heißer als am Vortag, schon beim Start der Etappe in der südfranzösischen Region Languedoc waren es 37 Grad. Für den Südwesten Frankreichs waren sogar bis zu 40 Grad vorausgesagt. Die Fahrer mussten nicht nur mit unzähligen Wasserflaschen versorgt werden, mit Eis gefüllte Beutel - sogenannte Eissocken - waren zur Kühlung mindestens genauso gefragt. Dazu gab es auch Flaschen aus der Kühlbox und mit Slush-Eis gefüllte Bidons, um den Körper auch von innen zu kühlen. Anders als am Vortag fand sich schnell eine Ausreißergruppe. Nach 30 Kilometern hatten die 34 Fahrer an der Spitze bereits drei Minuten Vorsprung. Mit dabei auch die Deutschen Georg Steinhauser, Georg Zimmermann und Nico Denz. Mit Jasper Philipsen, Mads Pedersen, Biniam Girmay und Michael Matthews gehörten auch Top-Sprinter zu den Ausreißern. Sie hatten es auf die Sprintwertung bei Kilometer 93 abgesehen. Girmay gewinnt Zwischensprint, Trio setzt sich ab Um die maximal möglichen 25 Sprintpunkte kämpften dann nur drei Ausreißer. Girmay gewann den Zwischensprint knapp, für Philipsen gab es immerhin noch 20 und für Pedersen 16 Punkte. Der Etappensieg brachte Pedersen noch einmal 50 Punkte - damit übernahm der Däne das Grüne Trikot. Nach der Sprintwertung ging es gleich in den mit 10,7 Kilometern längsten Anstieg des Tages. Und am Col de Coudons war es dann auch vorbei mit der Einigkeit der Ausreißer. Vor der Bergwertung der 2. Kategorie setzten sich Jan Tratnik und Vacek ab, später schloss Alex Kirsch auf. Das Trio hielt sich fast 50 Kilometer lang an der Spitze. Vorsprung vor dem Feld wächst und wächst 42 Kilometer vor dem Ziel kam es aber wieder zum Zusammenschluss mit den Verfolgern. Am zweitlängsten Anstieg des Tages und der letzten Bergwertung waren wieder 26 Profis vorne. Über 6,9 Kilometer ging es hinauf zum Col de Montségur. Klar war zu diesem Zeitpunkt schon, dass der Etappensieger ein Ausreißer sein wird. Kurz vor der Bergwertung hatte die Spitzengruppe erstmals acht Minuten Vorsprung auf das Feld. 20 Kilometer vor dem Ziel waren es bereits mehr als elf Minuten. Damit musste Træen nur noch das Ziel erreichen, um das Gelbe Trikot zu übernehmen. Er war der Ausreißer mit der besten Platzierung im Gesamtklassement. Er lag vor dem Start 5:06 Minuten hinter Pogacar. An der Spitze des Rennens gab es nach der letzten Bergwertung ein neues Bild. Zehn Fahrer hatten sich abgesetzt - mit dabei Pedersen, Simmons, Træen und Kévin Vaquelin. Zehn Kilometer vor dem Ziel hatte die Gruppe ihren Vorsprung auf die Verfolger auf 1:44 Minuten ausgebaut - und es begann der Kampf um den Tagessieg. 5. Etappe: Erste Chance für die Sprinter in Pau