Tour: Schmid gewinnt Vogesen-Etappe - Pidcock macht Minuten gut
Schmid hatte 16 Kilometer vor dem Ziel mit einer Attacke aus einer zehnköpfigen Ausreißergruppe Erfolg. Nur Harold Tejada folgte dem Schweizer. Das Duo arbeitete gut zusammen und ließ die Verfolger nicht mehr herankommen. Auf dem letzten Kilometer war Schmid der cleverere, ließ die Führung aus und hatte dann im Sprint die besseren Beine. Mit einem Wheelie fuhr der 26-Jährigen vom Team Jayco AlUla über die Ziellinie und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Pidcock nun 13 Sekunden hinter Evenepoel Nur zwei Sekunden dahinter gewann Pidcock den Sprint der Verfolger. Erst 7:32 Minuten hinter den Ausreißern erreichte das Hauptfeld mit Tadej Pogacar und den Anwärtern auf die Podiumsplätze das Ziel. Pidcock, der vor der Etappe Zehnter war, rückte dadurch auf den vierten Platz vor. Der Brite hat nun 13 Sekunden Rückstand auf den Dritten Remco Evenepoel. Florian Lipowitz verlor einen Platz und ist nun Siebter. Nach zwei Flachetappen ging es bei der 13. Etappe in die Vogesen und wieder höher hinaus. 30 Kilometer vor dem Ziel passierte die Tour den 1.173 Meter hohen Ballon d’Alsace. Nach der Bergwertung der 1. Kategorie ging es nur noch bergab ins Ziel. Das längste Teilstück der Rundfahrt führte über 205 Kilometer von Dole nach Belfort. Nach dem Start standen 150 weitgehend flache Kilometer an, und es wurde unübersichtlich. Viele Fahrer wollten in die Ausreißergruppe, es folgte Attacke auf Attacke. Entsprechend hoch war das Renntempo in der ersten Stunde mit 55,3 km/h im Schnitt. Rückenwind hatte die Profis dabei zudem angeschoben. Große Spitzengruppen 37 Fahrer schafften es dann schließlich in die erste Gruppe, die richtig wegkam. Mit dabei waren Pidcock und die Deutschen Michel Heßmann und John Degenkolb. Auch Sprinter Jasper Philipsen hatte es nach vorne geschafft. Das gefiel aber Lidl-Trek mit Mads Pedersen im Grünen Trikot nicht - und so initiierte die deutsche Equipe eine 20-köpfige Verfolgergruppe. 91 Kilometer vor dem Ziel gab es dann den Zusammenschluss. 57 Fahrer waren nun vorne. Das Hauptfeld dahinter hatte da bereits knapp sieben Minuten Rückstand. Damit war früh klar, dass der Etappensieg an einen Ausreißer geht. Der Fahrer mit der besten Platzierung in der Spitzengruppe war Pidcock mit 11:49 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot. Philipsen beim Zwischensprint vor Pedersen Beim Zwischensprint 68 Kilomter vor dem Ziel gab es einen Dreikampf um die 25 Punkte. Philipsen setzte sich klar durch, Pedersen lag hauchdünn vor Biniam Girmay und holte sich noch 20 Punkte. In der Punktewertung rückt Philipsen damit auf Platz zwei vor. 39 Kilometer vor dem Ziel ging das Rennen dann erst so richtig los. Es ging in den 8,9 Kilometer langen Anstieg zum Ballon d'Alsace. Über 40 Fahrer waren da immer noch in der Spitzengruppe dabei. Nach der Hälfte des Anstiegs waren es nur noch 19 Profis vorne. Die zehn Punkte an der Bergwertung holte sich Pidcock. Mit acht Mitstreitern nahm er dann die Abfahrt in Angriff. Auf der Abfahrt konnte Tim Wellens noch aufschließen. Erst nach dem steileren Teil der Abfahrt begannen die Attacken in der Spitzengruppe. Schmid trat 16 Kilometer vor dem Ziel an, Tejada reagierte sofort und sprang ans Hinterrad des Schweizers. Das Duo hatte Erfolg, auch weil sich die Vefolger nicht einig waren. Sechs Kilometer vor dem Ziel hatten die beiden 20 Sekunden Vorsprung, am Teufelslappen noch 18 Sekunden. Zeit genug, um sich zu belauern. 200 Meter vor dem Ziel eröffnete Schmid dann den Sprint. Schwere Bergetappe in den Vogesen am Samstag