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„Toy Story 5“: Disney entfernte diesen emotionalen Höhepunkt aus dem Kinofilm

Unterhaltung

Der neueste Teil von „Toy Story“ begeistert seit seinem weltweiten Kinostart wieder Millionen von Menschen. Dass eine Schlüsselszene in dem Disney-Abenteuer beinahe ganz anders ausgesehen hätte, wusste bislang allerdings niemand. Die Erfolge von „Toy Story“ sind längst nicht mehr an nur einer Hand abzuzählen. Kaum eine andere Animationsreihe hat in den vergangenen Jahren einen so prägenden Eindruck hinterlassen wie die Abenteuer von Buzz Lightyear, Woody und Co. – und das über Generationen hinweg. Seit dem ersten Film aus dem Jahr 1995 sind die ikonischen Spielzeugfreund*innen für viele Fans weit mehr als bloße Zeichentrickfiguren. Sie lehrten uns die Bedeutung von wahrer Freundschaft und vermittelten dabei auf unterhaltsame Weise, was im Leben wirklich zählt. Mit den jüngsten Filmen wandte sich Disney dann schließlich auch ernsteren Themen zu. Der neueste Teil, „Toy Story 5“, beschäftigt sich vor allem mit Jessies Vergangenheit. Wie sich nun herausstellt, wäre ihre Geschichte wohl fast noch emotionaler geworden. Was macht „Toy Story 5“ zum Pflichtprogramm im Kino? Unser Film-Experte Marek hat darüber mit Michael Herbig, der deutschen Synchronstimme von Woody, gesprochen: „Toy Story 5“ hätte fast anders ausgesehen Die Tücken des Älterwerdens und die Angst, irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden sind Dinge, die Kinder ebenso erreichen wie Erwachsene. Im Film muss sich auch Jessie mit diesen Themen intensiv auseinandersetzen. Dabei rückt die Vergangenheit mit ihrer früheren Besitzerin Emily in den Fokus. Mit ihr war Jessie einst eng verbunden – zumindest so lange, bis Emily älter wurde und die Cowgirl-Puppe über eine Spendenbox weggab. Eine schmerzliche Erinnerung, die Jessie bis heute beschäftigt. Wie Regisseur und Drehbuchautor Andrew Stanton sowie Co-Regisseurin Kenna Harris laut „Entertainment Weekly“ erzählen, sollte die Figur daher im neuesten Film die Möglichkeit bekommen, die alten Wunden zu heilen. Dabei wäre es eigentlich zum langersehnten Wiedersehen von Jessie und Emily gekommen. Eine Szene, die man tatsächlich auch ausarbeitete, die es jedoch nie in die finale Fassung schaffte. Achtung, es folgen Spoiler zu „Toy Story 5“! Die ursprüngliche Idee sei es gewesen, dass Jessie und Bullseye gemeinsam mit einer Armee aus Buzz Lightyears auf eine erwachsene Emily treffen, während diese mit ihrem Enkelkind im Garten spielt. Nachdem das Cowgirl zunächst ängstlich zuschaut, ist es ihr Pferdefreund, der ihr den nötigen Push verpasst. Die Szene endet schließlich mit einer rührenden Begegnung, die wohl das Potenzial gehabt hätte, die emotionalste Szene des gesamten Films zu werden. Deswegen wurde die Szene in „Toy Story 5“ gestrichen So rührend die Szene auch gewesen sein dürfte, letztlich sollte sie nicht Teil des fertigen Films werden. Das Regieteam entschied sich dafür Jessies Vergangenheit auf eine subtilere Weise abzuschließen. Harris erklärt hierzu: „Wir lieben Jessie und wir wollten von Anfang an sicherstellen, dass sie am Ende des Films eine wirklich befriedigende Katharsis erlebt. [...] Jessie verdient es, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen.“ Dabei sei es besonders wichtig gewesen, dass sie lernt, „sich selbst zu lieben und sich nicht als kaputt zu sehen“. Jessie und Emily in „Toy Story 5“ nach Jahren persönlich aufeinandertreffen zu lassen, sei somit „nicht ganz der richtige Weg“ gewesen, betont die Regisseurin rückblickend. Also strich man die geplante Szene und entschied sich stattdessen dafür die beiden Figuren auf einer anderen Ebene zusammenzuführen. So gelangt Jessie im Film zu dem Haus, in dem einst Emily lebte. Dort entdeckt sie eine Botschaft an einem Baum sowie Erinnerungsstücke ihrer früheren Besitzerin, darunter eine Geburtstagskarte an ihre Tochter mit den Worten: „Du wirst immer mein kleines Cowgirl sein.“ Die emotionale Auflösung funktioniert damit anders als in der ursprünglich geplanten Szene. Statt das direkte Wiedersehen zu bekommen, erkennt Jessie, dass die besondere Verbindung zu Emily trotz ihrer schmerzhaften Trennung nie vollständig verschwunden war.

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