Toyota mobilisiert 400.000 Roboter für die Fabriken der Zukunft
Trompete blasen, Ballett tanzen, Basketbälle versenken: Zwei Jahrzehnte lang ließ Toyota seine humanoiden Roboter vor allem Kunststücke vorführen. Ab 2028 sollen solche menschenähnlichen Maschinen nun die Fabriken des Konzerns bevölkern. Rund 400.000 Roboter will Toyota neu für die Autoproduktion einsetzen.
Das erklärte Technikchef Hiroki Nakajima kürzlich in Brüssel im kleinen Kreis vor Investoren und vor japanischen Journalisten. Darunter werden auch Humanoide sein, die Toyota bereits einsetzt oder noch testet. Beiläufig kündigte Nakajima damit ein gewaltiges Investitionsprogramm an.
Es gehe darum, veraltete Produktionsanlagen zu erneuern, erklärte ein Toyota-Sprecher. „Wir schätzen, dass ab 2028 jährlich Investitionen in Höhe von etwa einer Billion Yen (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) erforderlich sein werden, um die Fabrikautomation bei Toyota, der Toyota-Gruppe und den wichtigsten Zulieferern umfassend voranzutreiben“, sagte er.
Die Details sind noch vage, die Richtung ist aber bereits grob erkennbar. „Roboter sollen den Menschen nicht ersetzen, sondern wir streben eine Welt an, in der Menschen und Roboter koexistieren“, versprach Nakajima. Allerdings dürfte sich das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine verschieben: 150.000 Roboter sind für Unternehmen der Toyota-Gruppe vorgesehen, 250.000 für die wichtigsten Zulieferer.