Trade Republic: Broker führt neues Handelssystem ein und wirbt um Börsenprofis
Frankfurt. Das Fintech Trade Republic führt ein neues Handelssystem ein und greift damit Konkurrenten wie Flatex und Comdirect an. „Mit unseren neuen Angeboten machen wir auch professionellen Brokern Konkurrenz und adressieren besonders aktive und ertragsstarke Privatanleger, die heute noch nicht bei Trade Republic sind“, sagt Mitgründer Christian Hecker im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Das ist eine attraktive Nische.“ Das Berliner Unternehmen ist 2019 als Broker gestartet und wurde von Konkurrenten anfangs verspottet als „Spielzeug für Studenten, die erstmals Geld anlegen“, erinnert sich Hecker. Mittlerweile sei die Firma erwachsen geworden, habe seit 2023 eine Vollbanklizenz und nun auch eine ausgebaute Handelsinfrastruktur mit Zugang zu 30 Börsen weltweit. „Wir bieten nun aktiven Privatanlegern die Instrumente, die auch Profis und Hedgefonds nutzen, um ihr Portfolio tagtäglich aktiv zu managen.“ Damit adressiert Trade Republic nach der Einführung eines umfangreichen Kundenservices im April innerhalb kurzer Zeit den zweiten großen Kritikpunkt, den die Finanzbranche bisher geäußert hat. Bis zuletzt wickelte Trade Republic seine Handelsgeschäfte nämlich nur über einen Handelsplatz ab: die Lang und Schwarz Exchange, die von der Börse Hamburg betrieben wird.