Traditionsunternehmen bereitet sich auf mögliche Stilllegung vor
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Insolventes Traditionsunternehmen bereitet sich auf mögliche Stilllegung vor
Von: Julian Baumann
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Die 1936 gegründete Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH befindet sich weiter im Investorenprozess. Langsam wird die Zeit für eine Rettung aber knapp.
Schwäbisch Gmünd – Mitte Juli hatte die traditionsreiche Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Für das 1936 gegründete Unternehmen ist es bereits das zweite Verfahren in wenigen Jahren und könnte im schlimmsten Fall auch den letzten Schritt in der Firmengeschichte bedeuten. Wie das Unternehmen am 12. Oktober in einer Mitteilung erklärt, dauern die Investorenprozesse an. Dennoch bereitet sich das Gießereiunternehmen auf eine mögliche Stilllegung vor.
Die Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH mit Sitz in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis, Baden-Württemberg) ist als Gießereiunternehmen auf die Herstellung von einbaufertigen Gussteilen spezialisiert, die unter anderem auch in der Autoindustrie zum Einsatz kommen. Mitte Juli wurde die Notwendigkeit einer eigenständigen Sanierung mit einer geringen Investitionsbereitschaft und einer damit einhergehenden rückläufigen Auslastung begründet. Gemeinsam mit dem Verfahrensbevollmächtigten Henning Necker von FNB Steuerberater & Rechtsanwälte und dem Sachwalter Florian Zistler von PLUTA hat die Geschäftsführung seitdem nach Lösungen gesucht. Einen Abschluss gab es bislang aber noch nicht.
Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH: „Aktuelle Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd“
Der aktuellen Mitteilung der Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH zufolge haben sich im laufenden Investorenprozess bereits mehrere Interessenten gegen eine Übernahme des Gießereiunternehmens entschieden. Das Unternehmen ist zwar weiterhin in Gesprächen mit weiteren Interessenten, eine Einigung konnte bislang aber nicht erzielt werden. „Die aktuelle Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd, insbesondere für unsere Mitarbeiter“, wird Geschäftsführer Björn Schips zitiert. „Wir führen weiterhin Gespräche, müssen uns aber gleichzeitig auf den Fall vorbereiten, dass keine Fortführungslösung gefunden wird.“
Bei der Antragstellung beschäftigte die Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH rund 80 Mitarbeiter, deren Löhne und Gehälter zunächst über das Insolvenzgeld abgedeckt waren. Bei einer Stilllegung des Unternehmens würden sie demnach ihren Arbeitsplatz verlieren. „Uns ist wichtig, die Beschäftigten über die weiteren Entwicklungen transparent zu informieren und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern tragfähige Regelungen zu finden“, betont Schips. Die Belegschaft wurde bereits in einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand und die weiteren Schritte informiert.
Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH: Noch besteht Hoffnung auf eine Rettung