Trainer Howe vor Rücktritt in Newcastle - Millionenablöse für Jaissle
Dieser Artikel erschien erstmals am 30. Juli um 10:27 Uhr und wurde im Anschluss um ein Update ergänzt. Newcastle United muss drei Wochen vor Saisonstart offenbar einen Wechsel auf der Trainerbank vornehmen. Der seit 2021 amtierende Eddie Howe habe dem Klub mitgeteilt, dass er eine Pause vom Fußball benötige, meldet das Portal „The Athletic“. Auch Transferreporter Fabrizio Romano berichtet von der bevorstehenden Entscheidung. Mit dem früheren Salzburger Chefcoach Matthias Jaissle vom saudischen Al-Ahli SFC wurden Gespräche geführt, der Deutsche wird wohl die Nachfolge antreten. Update 31.07, 07:19 Uhr: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben sich Jaissle und Newcastle auf eine Zusammenarbeit bis 2030 geeinigt. Laut dem englischen Journalisten Ben Jacobs machen die Magpies Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel und zahlen eine Ablöse von 10 Millionen Euro für den 38-Jährigen. Mit einer offiziellen Verkündung wird in den kommenden Tagen gerechnet. Newcastle habe Howes Wunsch zugestimmt, weil es mit der Verpflichtung des deutschen Coaches gut aussehe. Jaissle war in den vergangenen Jahren – bei Al-Ahli übernahm er 2023 – immer wieder mit einer Rückkehr nach Europa in Verbindung gebracht worden. Richtig konkret wurde es trotz kolportierten Interesses von Vereinen wie Eintracht Frankfurt, RB Leipzig oder Bayer Leverkusen nie. Vorteilhaft für die Verhandlungen dürfte sein, dass sowohl Newcastle als auch Al-Ahli mehrheitlich dem saudischen Public Investment Fonds (PIF) gehören. Jaissles Vertrag in Saudi-Arabien ist eigentlich noch bis Sommer 2027 gültig. Mit dem Klub aus Dschidda gewann Jaissle 2025 und 2026 zweimal in Folge die AFC Champions League. Er wäre der achte deutsche Trainer in der Premier League. So lief Howes Amtszeit bei Newcastle United Howe hatte Newcastle im November 2021 übernommen, 2023 erstmals seit 20 Jahren in die Champions League und 2025 zum ersten nationalen Titel (dem EFL Cup) seit 70 Jahren geführt. In 231 Spielen holte er im Schnitt 1,69 Punkte, länger an der Seitenlinie stand im St. James‘ Park zuletzt Sir Bobby Robson von 1999 bis 2004 (255 Partien / zu Newcastles Trainerhistorie). Trotz der Erfolge der vergangenen Jahre lief es in Howes Amtszeit nicht immer rund. In diesem Jahr fehlt Newcastle im Europacup, nachdem 2025/26 nur Platz 12 herausgesprungen war. Aufgrund der großen Investitionen in den Kader seit der Übernahme durch den PIF 2021 standen die Magpies in den vergangenen Jahren unter Aufsicht der Finanzorgane der UEFA und der Premier League. Im Juni musste Newcastle eine UEFA-Strafe von 6 Millionen Euro bezahlen, weil zwischen 2023 und 2025 die Kaderkosten im Verhältnis zum mit dem Spielbetrieb erzielten Umsatz zu hoch waren. Seit 2021 investierte Newcastle 961,5 Mio. Euro in 33 Neuzugänge, erzielte gleichzeitig aber nur 512,2 Mio. Euro für Abgänge. Nur sieben Teams haben in diesem Zeitraum weltweit ein größeres Minus beim Transfersaldo zu Buche stehen. Zu den verkauften Spielern gehörte in diesem Fall das Tafelsilber, um keine größeren Strafen zu riskieren – bei gleichzeitigem Einbüßen sportlicher Qualität. 2025 ging Stürmer Alexander Isak (26) für die Premier-League-Rekordsumme von 145 Mio. Euro nach Liverpool, in diesem Sommer wechselten Sandro Tonali (26) für 108 Mio. zu Tottenham und Anthony Gordon (25) für 80 Mio. Euro zum FC Barcelona.