Trainingslager altes Versprechen ein
Startseite Eintracht Hütter löst im Trainingslager sein Versprechen an Bruder Leichtfuß ein Von: Ingo Durstewitz Uns auf Google folgen Das Handkäs-Frühstück der Eintracht-Fans: Aus Tradition gut und für Adi Hütter eine etwas trockene Angelegenheit. Eine Glosse aus dem SGE-Trainingslager. Grassau – Adi Hütter, an dieser Stelle kurz Adi genannt, weil ja die Glosse schon heißt wie er, musste am Dienstag ein altes Versprechen einlösen. Ein fast schon uraltes. Damals, in Windischgarsten, Oberösterreich, sagte der Vorarlberger ganz fest zu, beim nächsten Mal den höchstselbst und mit viel Liebe eingelegten Handkäs zu probieren, den die Eintracht-Fans um Oberfan Michael Leichtfuß regelmäßig mit ins Trainingslager bringen. Das war 2019. Aber das nächste Mal gab’s erst mal nicht. 2020 Corona, 2021 immer noch Corona. Und dann war er ja auch weg, der Adi. Hatte die Farben vertauscht und irgendwie auch die Tiere, plötzlich war er Team Fohlen und kein Adler mehr. Plüsch-„Jünter“ statt König Attila. Egal. Lange her. Jetzt ist der Adi wieder da. Eintracht-Trainer Hütter hält Wort und trifft sich mit Fans zum Handkäs-Essen Und hat Wort gehalten. Nach der Einheit seiner Fußballer am Vormittag im bayerischen Grassau gesellte er sich zu den Frankfurter Fans an die Bierbänke. Die Damen und Herren im Eintracht-Outfit unter Aufsicht von Bruder Leichtfuß hatten mal wieder weder Kosten noch Mühen gescheut, um das inzwischen weltberühmte Handkäs-Frühstück auch am Chiemsee auf die Beine zu stellen. Zum insgesamt sechsten Mal. Absolut Eintracht – der Newsletter ⚽ Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Sind Sie dabei? HIER geht‘s direkt zur Anmeldung! Bruder Leichtfuß hatte das Treffen über Wochen organisiert, für die nötige Ausstattung und Kühlung gesorgt, sogar Fotograf Jan Hübner eingespannt, der mit einer Rolle Absperrband aushalf. Unter zwei Pavillons durfte schließlich echt hessisch geschlemmt werden. 92 Portionen Handkäs mit Musik, Ahle Worscht, Hüttenkäse, sechs Paletten Äppelwoi („Adlerschoppen“), ein paar Kisten Bier – und 15 Liter Mispelchen. Klingt nach einem vollen Magen und einem ordentlichen Schwips am Morgen, bei blauem Himmel und Alpenpanorama. Gibt Schlimmeres. Keinen Alk gab es hingegen für die Eintracht-Entourage, die ist ja aus sportiven Gründen vor Ort. Ex-Profi Christoph Preuß und Sportdirektor Timmo Hardung machten mit dem Handkäs den Anfang, ehe drei Spieler ausgedeutet wurden und sich an der für Nicht-Hessen kulinarisch eher grenzwertigen Aktion beteiligen durften. In diesem Jahr: Nnamdi Collins, Jean-Matteo Bahoya und Neuzugang Noel Aseko. Der schaute ein wenig irritiert, fand die dufte Angelegenheit eher „gewöhnungsbedürftig“. Auch Kollege Collins lachte den für ihn eher so semiköstlichen Geschmack einfach weg. Nicht so seine Sache. Der Adi hingegen fand den Handkäs erste Sahne, „sehr lecker“. Musste dabei aber belehrt werden vom Kollegen Leichtfuß: „Handkäs isst man nur mit dem Messer, nicht mit Messer und Gabel.“ – „Ah, vielen Dank für die Einweisung“, bedankte sich der Cheftrainer und legte die Gabel zur Seite. Für den Österreicher ist die Spezialität in der „gesunden Variante“ gereicht worden, wie Leichtfuß lachend kommentierte, nämlich ohne Musik. Für alle Nicht-Hessen: Die Musik macht die Musik im Handkäs, das sind in Essig und Öl (und zuweilen Apfelwein) eingelegte Zwiebeln. Ohne die Musik ist der Harzer Roller ’ne ganz schön trockene Angelegenheit. Der Adi weiß das jetzt.