Tränenreicher EM-Auftakt für deutsche Siebenkämpferinnen
Für die WM-Fünfte Sandrina Sprengel beginnt der Wettkampf in Birmingham mit einem Schock. Nach nur einer Disziplin liegt sie weit hinten – während eine deutsche Kollegin jubelt. Siebenkämpferin Sophie Weißenberg konnte ihr Glück nach einer persönlichen Bestleistung über 100 Meter Hürden kaum fassen, die WM-Fünfte Sandrina Sprengel war nach einem verpatzten Auftakt bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham untröstlich. Bei den deutschen Mehrkämpferinnen flossen schon nach der ersten Disziplin im EM-Siebenkampf reichlich Tränen. Weißenberg, die sich vor zwei Jahren bei Olympia in Paris über die Hürden schwer an der Achillessehne verletzte, steigerte ihre persönliche Bestzeit um mehr als zwei Zehntel auf 13,19 Sekunden. Nach der ersten Disziplin ist sie Achte. Sprengel tritt in Hürde Sprengel trat in die zweite Hürde, verlor viel Zeit und konnte einen Sturz gerade noch vermeiden. Am Ende musste sie sich mit einer Zeit von 14,03 Sekunden zufriedengeben. Noch minutenlang nach dem Lauf kämpfte sie mit den Tränen. Sprengel liegt nach der ersten Disziplin auf dem 21. Platz. Die dritte deutsche Teilnehmerin Vanessa Grimm belegt nach 13,47 Sekunden den 16. Rang. Empfehlungen der Redaktion Teamkollegin erklärt ihre Kritik an Gesa Krause am Morgen danach Hindernisläuferin Krause krönt sich mit EM-Gold Leichtathletik-Ikone: "Das System stellt sich zu dumm an" In Führung ist die Schweizer Topfavoritin Annik Kälin, die mit einer Weltklasse-Zeit von 12,59 Sekunden der Konkurrenz davonlief. Mit dieser Zeit hätte sie im Finale der Spezialistinnen gewonnen. Da kam Europameisterin Nadine Visser in 12,67 Sekunden ins Ziel. Allerdings hatte Kälin 3,3 Meter pro Sekunde Rückenwind, Visser 0,8 Meter pro Sekunde Gegenwind. (dpa/bearbeitet von ska)