Trans-Rechte in den USA: Trump-Regierung streicht medizinische Unterstützung für trans Kinder
Auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump zahlt die staatliche Gesundheitsfürsorge der USA künftig nicht mehr für Operationen und Hormonbehandlungen von trans Kindern und trans Jugendlichen. Auch viele andere medizinische Behandlungen werden laut dem Leiter der staatlichen Gesundheitssysteme Medicare und Medicaid, Mehmet Oz, nicht länger unterstützt. Die Behandlung von psychischen Problemen sei davon ausgenommen. Die neuen Regeln sollen am 13. Oktober in Kraft treten. Trump teilte mit, er habe den Leiter der staatlichen US-Gesundheitsprogramme Medicare und Medicaid mit der Umsetzung beauftragt. »Wir werden nicht dafür bezahlen, dass unsere unschuldigen Kinder diese barbarischen Operationen und Praktiken über sich ergehen lassen«, schrieb Trump. Kritik von LGBTQ+-Organisationen Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Schritten der Trump-Regierung gegen trans Menschen. Mindestens 27 US-Bundesstaaten haben geschlechtsangleichende Behandlungen für Minderjährige bereits verboten. Operationen sind selten, häufiger werden Pubertätsblocker und Hormonbehandlungen eingesetzt. Mehrere Maßnahmen der Regierung wurden bereits vor Gericht angefochten. LGBTQ+-Organisationen kritisierten die Regelung deutlich und kündigten rechtliche Schritte an. Die Human Rights Campaign warf der Regierung vor, trans Jugendliche und ihre Familien mit solchen Maßnahmen unter Druck zu setzen. Die American Medical Association und die meisten großen medizinischen Fachverbände befürworten den Zugang zu geschlechtsangleichenden Behandlungen.