Transfer-Unstimmigkeit beim FC Bayern? Das sagen Kompany und Freund
Mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari hatte der FC Bayern seine Hausaufgaben auf der Zugangsseite bereits während der Fußball-WM 2026 gemacht. Zuletzt sickerte durch, dass Cheftrainer Vincent Kompany gerne noch eine weitere Verstärkung in München begrüßt hätte. Sportdirektor Christoph Freund dementiert die Forderung des Belgiers deutlich.
Bayern Münchens Cheftrainer Vincent Kompany hat sich nach Angaben der "Sport Bild" einen dritten Top-Transfer gewünscht. Verpflichtet wurden bereits frühzeitig im inzwischen abgelaufenen Transferfenster Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und Ismael Saibari von der PSV Eindhoven. Für beide wurden je 50 Millionen Euro Ablöse fällig.
Dem Bericht zufolge kam es zu einem "langen Gespräch" zwischen Trainer und Vereinsführung, in dem dem Belgier der Transfer-Wunsch letztlich ausgeredet wurde. Man habe sich darauf geeinigt, erneut auf eigene Talente zu setzen, um die Kaderplätze aufzufüllen. Letztlich verpflichtete der FC Bayern in diesem Sommer noch den zuvor ausgeliehenen Mittelfeldspieler Bara Sapoko Ndiaye für rund 3,5 Millionen Euro von den Gambinos Stars.
"Also, das hast du dir aus der KI-Wolke geholt, diese Information", sagte der Münchner Trainer am Freitag auf den Bericht der Boulevardzeitung angesprochen. Normalerweise würde er entsprechende Meldungen nicht kommentieren, "was wir intern besprechen, ist letztendlich eine interne Sache." Dass ihm nun aber zu einer erfundenen Geschichte Fragen gestellt würden, sei "ein bisschen Wahnsinn", meinte der 40-Jährige.
FC Bayern: Freund von Bericht "überrascht"
Auch Sportdirektor Christoph Freund war von den am Mittwoch erschienenen Spekulationen nach eigener Aussage überrascht. "Wir waren jeden Tag mit Vincent im Austausch. Wir haben über sowas aber nie gesprochen", sagte der Österreicher am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim FC Schalke 04. Kompany habe sich demnach nie gewünscht, dass ein dritter Top-Transfer im Laufe des Sommers in München aufschlägt.
Mit seiner Kaderplanung war der deutsche Rekordmeister dadurch frühzeitig fertig - was eine klare Vorgabe des Aufsichtsrats an Sportvorstand Max Eberl war. Da die Ziele auf dem Transfermarkt letztlich erreicht wurden, erhielt der frühere Gladbacher und Leipziger eine Vertragsverlängerung.
Allein im Fall Sacha Boey war der FC Bayern noch nicht erfolgreich. Der Rechtsverteidiger spielt in den Planungen von Vincent Kompany längst keine Rolle mehr. Das machten die Münchner auch mehrfach öffentlich deutlich. Zwar sind Wechsel nun nicht mehr in die Top-Ligen Europas möglich, in der Türkei schließt das Transferfenster aber etwa erst am Freitag.