Trauer um Streamer: Adam Wolke ist gestorben
Im September hat Adam Wolke noch aus Pfronten im Ostallgäu und von der Gamescom unter dem Namen "Skyline TV live" in Echtzeit seine Erlebnisse gestreamt – jetzt ist er überraschend verstorben. Die Nachricht löste große Trauer in den sozialen Medien aus.
"Knossi" mit bewegendem Nachruf auf Adam Wolke
Adam Wolkes Kollege und Freund, der Streamer Jens Knossalla ("Knossi") gab den Tod auf Instagram bekannt. "Er erlitt eine schwere Hirnblutung aufgrund eines geplatzten Hirnaneurysmas", so Knossalla. Eine solche Blutung tritt typischerweise plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Knossalla schreibt weiter: "Wir sind noch immer tief erschüttert und können noch immer kaum in Worte fassen, was passiert ist." Das Management von Wolke bestätigte der "Bild"-Zeitung (externer Link) dessen Tod. Demnach wurde Wolke 38 Jahre alt, in anderen Medien ist von 36 Jahren die Rede.
Auf der Internetseite von Adam Wolke (externer Link) zeigen sich seine Fans traurig und betroffen. User "dan sun" schreibt: "Ich bin traurig und sprachlos, damit hat echt keiner gerechnet, du wirst mir und uns fehlen, dein Stern wird in unseren Herzen weiter leuchten". "Supernolle1" äußert: "RIP du wirst unglaublich fehlen. Für so viele schöne Momente hast du gesorgt mit deiner Art und mit deiner Arbeit. Danke für alles." Zudem wünschen sich die Fans, ihn gewissermaßen unsterblich zu machen: "Bitte macht ein 24/7 Kanal draus. Damit wir Adam weiterhin sehen können, wann immer wir wollen", so "xxmanu64xx".
Adam Wolke wurde durch Live-Streams von unterwegs bekannt
Andere Streamer bleiben in den eigenen vier Wänden und kommentieren zum Beispiel Spiele. Adam Wolkes Markenzeichen dagegen war es, von unterwegs zu streamen. Seine Selbstbeschreibung: "Seriöses Sightseeing bis zu kranken Experimenten". Sein Publikum konnte – vorrangig auf der Plattform "Twitch" – live dabei sein, wenn er sich etwa in der Fußgängerzone in Papierstreifen gewickelt auf den Boden legte und Passanten um Hilfe bat: "Können Sie mich mal hochheben?" Interaktivität gehörte zum Konzept. In einer Aktion war er im Elektroauto unterwegs und ermunterte dabei sein Publikum, den Wagen fernzusteuern.
Wolkes Motto lautete: "Immer woanders, immer verwirrend." Es führte in entfernte Länder. Für den Winter war eine weitere USA-Reise geplant. Auch aus Finnland und Jordanien hat er gestreamt, ebenso wie von Festivals wie Wacken Open Air. In der Szene arbeitete er mit Streamern wie MontanaBlack, Trymacs und Knossi zusammen.