Traumnote „sehr gut (1,0)“ für zwei Tiefkühl-Pommes
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Verbraucher
Traumnote bei Stiftung Warentest – zwei Pommes-Sorten schmecken „sehr gut (1,0)“
Von: Eliran Kendi
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Stiftung Warentest hat 19 Tiefkühl-Pommes im Labor geprüft und verkostet. Zwei Marken glänzen beim Geschmack mit der Traumnote „sehr gut“ (1,0) – doch bei einer steckt heute weniger in der Tüte.
Stiftung Warentest hat 19 Pommes-Produkte genau unter die Lupe genommen.
Testbericht: Die Qualitätsurteile reichen von „gut“ bis „ausreichend“.
Hinweis: Die angegebenen Preise wurden am 9. Oktober 2026 ermittelt.
Außen knusprig, innen weich – so wünschen sich viele ihre Pommes. Seit 1979 gibt es die Fritten in Deutschland auch für den heimischen Backofen. Heute zählen sie zu den beliebtesten Kartoffelgerichten: In einer YouGov-Umfrage von 2024 wählten 26 Prozent der Erwachsenen Pommes unter zehn Kartoffelprodukten auf Platz eins – vor Salz- und Bratkartoffeln. Doch beim Geschmack gibt es Unterschiede: Nicht jede Tüte aus dem Supermarkt oder Discounter überzeugt gleichermaßen.
Pommes-Test: Bofrost und McCain holen beim Geschmack die Traumnote 1,0
Die Stiftung Warentest hat 19 Pommes-Produkte verkostet, auf ihren Fettgehalt untersucht und im Labor auf Schadstoffe geprüft. Die Qualitätsurteile reichen von „gut“ bis „ausreichend“.
Testsieger sind die Pommes von Bofrost. Sie erreichen die Gesamtnote „gut“ (1,7). Dicht dahinter folgt McCain mit den Chef Frites und einem „gut“ (1,8).
Beide Produkte glänzen vor allem beim Geschmack. Im sensorischen Urteil, also bei der Verkostung durch fünf geschulte Prüfpersonen, erhalten sie jeweils die Traumnote „sehr gut“ (1,0). Bewertet wurden Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Textur.
Alle Preise sind zur besseren Vergleichbarkeit auf ein Kilogramm umgerechnet:
Bofrost Backofen Pommes Frites (1200 g) – Gesamtnote: „gut (1,7)“ – Geschmack: „sehr gut (1,0)“ – Preis: 5,83 Euro pro kg
McCain Chef Frites (625 g) – Gesamtnote: „gut (1,8)“ – Geschmack: „sehr gut (1,0)“ – Preis: 4,78 Euro pro kg
McCain Chef Frites: Kleinere Packung seit dem Pommes-Test
Die Stiftung Warentest kaufte die getesteten Pommes im Juli und August 2023 ein. Seitdem können sich Rezepturen, Packungsgrößen und Preise verändert haben. Die Stimme-Mediengruppe hat daher bei Bofrost und McCain nachgefragt.
Bei McCain ist die Packung der Chef Frites von 750 auf 625 Gramm geschrumpft. Die unverbindliche Preisempfehlung sank laut Hersteller im gleichen Verhältnis.
Auch die Nährwertangaben unterscheiden sich: Statt 156 Kilokalorien und 3,8 Gramm Fett nennt McCain heute pro 100 Gramm 161 Kilokalorien und 4,5 Gramm Fett. Die Rezeptur sei unverändert, erklärt McCain-Marketingmanagerin Sabine Weber. Die Werte könnten durch Produktions- und Erntebedingungen leicht schwanken, so Weber.
Bofrost hat Anfragen bislang nicht beantwortet. Ob beide Pommes heute noch genauso schmecken wie damals, lässt sich aus Herstellerangaben allein nicht ableiten. Dafür wäre eine erneute unabhängige Verkostung unter vergleichbaren Testbedingungen nötig.
Pommes im Test: Lidl überzeugt bei Süßkartoffeln – Kaufland bei Preis-Leistung
Auch abseits des Testsiegers lohnt sich ein Blick ins Tiefkühlregal: Die besten Süßkartoffelpommes im Test gibt es bei Lidl. Wer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schaut, findet bei Kaufland einen Tipp der Prüfer: Die K-Classic Knusprige Crinkles sind Preis-Qualitäts-Sieger.
Wie die beiden Produkte im Detail abschneiden und welche weiteren Pommes überzeugen, zeigt der vollständige Testbericht der Stiftung Warentest (Heft 02/2024, kostenpflichtig).
So hat Stiftung Warentest die Pommes geprüft
Die Experten von Stiftung Warentest prüften 19 Produkte: 14 klassische Pommes frites, zwei Mikrowellen-Varianten und drei Süßkartoffelpommes. Zwei Produkte trugen das Bio-Siegel.
Sensorisches Urteil (45 Prozent): Fünf geschulte Prüfpersonen verkosteten die anonymisierten Proben unter gleichen Bedingungen. 17 Produkte wurden im Backofen und in der Fritteuse zubereitet, die beiden Mikrowellen-Varianten ausschließlich in der Mikrowelle.
Fettqualität (15 Prozent): Die Prüfer analysierten die Fettsäuren und suchten nach Anzeichen für verdorbenes Fett.
Verpackungsangaben (15 Prozent): Bewertet wurde, ob die Informationen rechtlich korrekt, vollständig und gut lesbar sind.
Fettgehalt (10 Prozent): Wie viel der empfohlenen täglichen Fettmenge steckt in einer 200-Gramm-Portion? Maßstab waren die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Schadstoffe (10 Prozent): Untersucht wurde unter anderem auf Acrylamid, das beim Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel entstehen kann, sowie auf Pflanzengifte aus der Kartoffel, Schwermetalle und Mineralölrückstände.
Verpackung (5 Prozent): Drei Fachleute prüften, wie leicht sich die Packungen öffnen lassen und wie hilfreich die Recyclinghinweise sind.
Abwertungen: Bei einem „ausreichenden“ Schadstoffurteil durfte sie höchstens eine halbe Note besser ausfallen. Eine „ausreichende“ Fettqualität führte zur Abwertung des Gesamturteils um eine ganze Note.