Treffen in Asheville: USA schließen Medien aus – Lars Klingbeil kritisiert Russland
Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister
»Ich habe in der Tat heute Morgen die Gelegenheit im Plenum genutzt, den russischen Finanzminister direkt zu adressieren. Ich habe ihm direkt ins Gesicht gesagt, dass die russische Regierung diesen Krieg beenden muss.«
Gerald Traufetter, DER SPIEGEL
»Scott Bessent, der Finanzminister der USA, hat hierhin geladen zum G20-Finanzministertreffen. Die Konferenz hier begann schon fast mit einem Eklat, denn wer hier heute nicht reingeladen ist, das ist Südafrika. Südafrika ist eines der Gründungsmitglieder der G20 und eigentlich immer mit dabei. Donald Trump behauptet aber, dass die Regierung in Pretoria die weiße Bevölkerung ausrotten will, diskriminiert und er hat sie einfach hier nicht eingeladen. Wer auch nicht dabei war, das war eine ganze Reihe von Journalisten der New York Times, des Wall Street Journal. Wir hatten an Bord unserer Maschine mit Lars Klingbeil, dem Finanzminister, einen Kollegen von Bloomberg, der auch am Eingang nicht reingekommen ist.«
Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister
»Ich bin ein absoluter Verfechter der freien und unabhängigen Presse. Ich finde, dass die Presse ein absolut berechtigtes Interesse auch hat, hier offen und frei von diesem G20-Treffen zu berichten. Ich halte es für nicht akzeptabel, dass Journalisten oder ganze Redaktionen ausgeschlossen werden. Das habe ich auch deutlich gemacht.«
Gerald Traufetter, DER SPIEGEL
»Wer allerdings da ist und das ist ein großer Eklat, zumindest in den Augen der Europäer, ist der russische Finanzminister.«
Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister
»Ich habe ihm direkt ins Gesicht gesagt, dass die russische Regierung diesen Krieg beenden muss, was die Konsequenzen dieses Krieges sind, dass wir deutlich an der Seite der Ukraine stehen. Das war mir auch wichtig und ich würde auch sagen, ich habe da heute Morgen sehr deutliche Worte in der Runde gefunden.«