DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,69 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,36 % 65,11 USD 22:59:58 Brent +1,67 % 88,52 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 63.000,09 USD 02:04:26 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Treibstoff wird jetzt auch in Moskau knapp

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Startseite Politik Russlands Öl-Riesen kapitulieren vor Ukraine-Drohnen: Moskauer Tankstellen führen Sprit-Limits ein Von: Bedrettin Bölükbasi Uns auf Google folgen Die Treibstoffkrise durch Drohnenangriffe erreicht Moskau: Mehrere große Tankstellenketten begrenzen nun auch in Moskau den Verkauf von Benzin und Diesel. Moskau – Die Ukraine nimmt fast täglich russische Erdölraffinerien ins Visier. Schwere Auswirkungen dieser intensiven Angriffe erstrecken sich nun auch auf die russische Hauptstadt. Die aus Attacken resultierende Treibstoffknappheit hat inzwischen auch die Region um Moskau erreicht. Mehrere große Tankstellenketten haben dort die Abgabemengen für Benzin und Diesel begrenzt. Die Maßnahmen folgen auf die zuletzt stark gestiegene Nachfrage und die anhaltenden Versorgungsprobleme in zahlreichen Landesteilen. Ukraine-Krieg: Treibstoffmangel setzt Russland zu Wie der russische Energiekonzern Gazprom Neft laut dem Sender RBC Ukraine bestätigte, dürfen Kunden an Tankstellen im Großraum Moskau pro Tankvorgang höchstens 30 Liter Benzin oder 60 Liter Diesel kaufen. Das Betanken von Kanistern ist an den städtischen Standorten nicht mehr erlaubt. An Autobahn-Tankstellen gelten ebenfalls Obergrenzen: Dort werden maximal 30 Liter Benzin und bis zu 200 Liter Diesel ausgegeben. Auch andere große Tankstellenbetreiber haben ähnliche Einschränkungen eingeführt. Bei Lukoil liegt das Limit je nach Standort bei 20 oder 30 Litern Benzin pro Kunde, Kanister werden ebenfalls nicht mehr befüllt. Die Tankstellenkette Teboil begrenzt den Verkauf von Benzin je nach Station auf 20 oder 30 Liter, Diesel wird – sofern verfügbar – nur noch bis zu einer Menge von 60 Litern abgegeben. Das ukrainische Militär hatte zuletzt Mitte Juni den bisher größten Angriff gegen die Moskauer Region gestartet. Dabei war die Kapotnya-Ölraffinerie – die größte Raffinerie der Region – mehrmals getroffen worden. Ukrainische Selbstmorddrohnen treffen immer wieder Raffinerien, die Hunderte bis Tausende Meter von der Grenze entfernt sind und stören somit sowohl die russische Wirtschaft als auch die Versorgung der russischen Truppen. Ukrainische Geheimdienstruppen und Partisanengruppen greifen Die russische Luftabwehr hat auch in der Nacht zum Dienstag (30. Juni) nach Angaben der Behörden landesweit mehr als 400 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Luftabwehrsysteme hätten im ganzen Land „419 ukrainische Festflügeldrohnen abgefangen und zerstört“, erklärte Russlands Verteidigungsministerium auf der staatlichen Online-Plattform Max. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, erklärte, dass die Luftabwehr in der Nacht 61 auf die Hauptstadt zusteuernde „feindliche Drohnen“ abgeschossen habe. An den betroffenen Orten gingen Trümmer nieder, die Helfer der Rettungsdienste waren im Einsatz. Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe führen zu Spritbeschränkungen in Moskauer Region Die Maßnahmen sind Teil einer landesweiten Reaktion auf die Treibstoffengpässe, die vorwiegend an ukrainischen Drohnenangriffen liegen. Vize-Regierungschef Alexander Nowak hat mit Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bereits Beratungen über Maßnahmen zur Sicherung der Kraftstoffversorgung der Hauptstadt angefangen. Nach Angaben der Regierung werden die Kraftstoffreserven, Lieferketten und Preisentwicklungen nun fortlaufend überwacht, um regionale Versorgungsengpässe möglichst früh zu erkennen und gegenzusteuern. Seit Mai häufen sich in Russland Berichte über eine stark gestiegene Nachfrage nach Kraftstoff, zunächst vor allem in den südlichen Regionen des Landes. Inzwischen haben nach russischen Angaben mehr als 30 Regionen den Verkauf von Benzin und Diesel eingeschränkt. Auch auf der annektierten Halbinsel Krim gelten weiterhin Verkaufsbeschränkungen. Dort greift die Ukraine immer wieder etwa Benzinlaster des Militärs von Kreml-Chef Wladimir Putin an. Nowak betonte zuletzt, die vorhandenen Kraftstoffreserven seien grundsätzlich ausreichend, insbesondere bei Diesel gebe es sogar Überschüsse. Den starken Nachfrageschub führte der Vize-Regierungschef auf eine „künstlich“ erzeugte Kaufpanik unter der Bevölkerung zurück. Dennoch zeigen die nun auch in Moskau eingeführten Zapf-Limits, dass die Einschränkungen inzwischen das wirtschaftliche Zentrum Russlands erreicht haben. (Quellen: RBC Ukraine, Ukrainska Pravda, AFP, eigene Recherche) (bb)

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