Trend 2026 ist perfekt für milde Herbsttage
Ohne Frage hatten wir einen bemerkenswerten Sommer, mit nicht enden wollenden Schönwetterphasen und Temperaturen wie am Mittelmeer. Und doch scheinen die Wochen zwischen August und Oktober der heimliche Star der Jahreszeiten zu sein. Die Zeit, in der das Sonnenlicht wieder sanfter, die Tage milder und die Natur zum farbenprächtigen Kunstwerk wird. Mit einer leichten Nachmittagsbrise, die sich im Schatten überraschend kühl anfühlen kann und die Aromen von reifen Äpfeln, nasser Erde und goldgelbem Laub mit sich trägt.
Anders als im Hochsommer, als Sport vor allem in klimatisierten Studios oder zur Dämmerung stattfand, zieht es uns jetzt ins Freie, wollen wir nach draußen, und möglichst viel von der wunderbar frischen Luft und beflügelnden Stimmung in uns aufnehmen. Neben Klassikern wie Spazierengehen, Joggen und Radeln avanciert auch Yoga zu einem beliebten Outdoor-Sport. Und zwar mit den folgenden körperlichen und mentalen Benefits.
Dass Yoga besonders vielfältig hinsichtlich seiner körperlichen und mentalen Effekte ist, liegt im traditionellen Konzept vor allem in der Kombination von körperlichen Trainingseinheiten mit meditativen Elementen und bestimmten Atemtechniken begründet und ist allgemein bekannt. Etwa sollen die sich wiederholenden Übungen und Positionen („Asanas“) unterschiedlichster Levels den gesamten Bewegungsapparat dehnen und geschmeidiger machen. Dazu sollen sie die Tiefenmuskulatur kräftigen und den Körper athletisch formen, während die bewusst langsam ausgeführten Bewegungsabläufe und Positionen, die kontrollierte Atmung sowie die meditative Konzentration gleichzeitig das Nervensystem beruhigen, innere Anspannungen lösen, Stress abbauen und das mentale Wohlbefinden nachhaltig verbessern sollen.
Findet die Yoga-Session nun aber nicht im Studio (oder in der Wohnung) statt, sondern unter freiem Himmel an der frischen Luft, ergeben sich ergänzend weitere positive Effekte. Ganz allgemein verbessert sich die Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus. Zudem steigt die natürliche Vitamin-D-Produktion aufgrund des Sonnenlichts (übrigens auch im Schatten oder bei bedecktem Himmel), was sich wiederum ganzheitlich positiv auf die Immunabwehr und die Zellgesundheit auswirkt. Vitamin D gilt zudem als natürlicher Stimmungsaufheller und ist für starke Knochen unerlässlich. Weil der Untergrund meistens nicht ganz so stabil und fest wie sonst, sondern uneben, weich oder sogar bewegt sein kann (etwa beim SUP-Yoga auf dem Wasser), werden die Tiefenmuskulatur, Balance und Körperspannung besonders gefordert und trainiert.
Abhängig von der jeweils gewählten Naturszenerie ergibt sich darüber hinaus ein ganzes Kaleidoskop an Faktoren, die sich positiv auf die mentale Gesundheit auswirken, die Produktion des Glückshormons Serotonin pushen und gleichzeitig das Stresshormon Cortisol senken: Die milde Brise, die über Haut und Haar streicht, das Rauschen in den Baumwipfeln, Vogelgesang, ein plätschernder Bach, die natürlichen Duftnoten von Moos, Laub und Kiefern, von Herbstblüten, reifen Äpfeln, Tannenzweigen und Waldbeeren. All diese naturgegebenen Add-ons der Outdoor-Kulisse wirken tiefenentspannend und stimmungsaufhellend, stärken die Inner Balance, fördern die körperliche wie mentale Erholung und verbessern die Resilience – und dies besonders intensiv im Zuge von Yoga, Meditation und Tai Chi, weil man sich hierbei ohnehin auf die Wahrnehmung des Innen und Außen konzentriert.
Wer im Herbst Outdoor-Yoga praktizieren möchte, sollte bedenken, dass der Boden sich kalt und leicht feucht anfühlen und die Lufttemperatur (besonders morgens und am späteren Nachmittag) bereits unangenehm kühl sein kann. Eine entsprechende Anpassung des Yoga-Outfits sowie eine dickere Matte mit feuchtigkeitsabweisender Unter- und isolierender Oberseite gelten als Basic-Equipment. Je nach Tagessituation und individuellem Empfinden empfiehlt sich ergänzend eine leichte Daunen- oder Fleeceweste, feine Handschuhe sowie wärmende Strümpfe oder Stulpen.
Tipp: Organisierte Outdoor-Sessions im Stadtpark, am See oder auf einer Waldlichtung in Ihrer Nähe werden von freiberuflichen Yoga-Lehrer*innen und Yoga-Studios angeboten. Entsprechende Infos und Termine finden sich jeweils auf deren Websites sowie via Instagram. Wer lieber für sich ganz allein die Ruhe und Idylle der Natur genießen will, trainiert auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten oder nimmt die Yogamatte mit zu seinem Lieblingsplatz am Badesee, am Strand oder in den Bergen.