DAX +2,91 % 25.484,85 Pkt 12:15:07 MDAX +1,99 % 32.304,33 Pkt 12:15:07 Euro Stoxx 50 +1,26 % 6.359,81 Pkt 12:15:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,50 % 64.931,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,55 % 4.093,20 USD 12:20:04 Silber +0,88 % 59,43 USD 12:18:52 Brent -8,49 % 88,56 USD 12:19:59 WTI -7,11 % 82,96 USD 12:20:04 Bitcoin -0,08 % 65.290,50 USD 12:29:50 EUR/USD +0,21 % 1,14010 USD 12:29:20 EUR/GBP +0,06 % 0,85510 GBP 12:30:07 EUR/CHF -0,09 % 0,92850 CHF 12:30:07 EUR/JPY +0,01 % 186,409 JPY 12:30:07

Trier-Feyen: Ärger wegen Parkstrafen am Castelnauplatz

Wirtschaft

Eigentlich wollte er nur kurz einkaufen gehen. Jetzt soll er 45 Euro Strafe wegen falschen Parkens zahlen. Das geht nicht, findet Evgeniy Sudyr aus Trier-Feyen und meldet sich bei der Volksfreund-Redaktion. „Am Castelnauplatz überwacht ein privater Dienstleister die gemeinsame Parkfläche der Supermärkte und Geschäfte“, sagt er. „Bis zu drei Stunden ist das Parken gratis. Wenn man sein Auto aber länger dort stehen lässt, muss man 45 Euro zahlen.“ Das Problem dabei: Laut Sudyr werden die Strafen auch ausgestellt, wenn man alles richtig gemacht hat. „In meinem Fall wurde behauptet, dass ich neun Stunden lang dort geparkt hätte, obwohl ich nur zweimal kurz vor Ort war. Ich kann durch zeitgestempelte Belege nachweisen, dass sich mein Fahrzeug an diesem Tag in Luxemburg bei meinem Arbeitgeber befand.“ Die Vermutung des Lesers: „Ich nehme an, meine erste Ausfahrt wurde vom Kamerasystem nicht korrekt erfasst, sodass meine beiden kurzen Aufenthalte auf dem Parkplatz zu einem langen Aufenthalt zusammengefasst wurden. Es könnte auch sein, dass eine der vier Kameras nicht richtig funktioniert.“ Zuständig für die Überwachung am Castelnauplatz ist die Firma Nexobility mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen ist deutschlandweit aktiv. „Bei einer Recherche habe ich einen Artikel in der Schwäbischen Zeitung gefunden, in dem es um genau das gleiche Problem mit der gleichen Firma geht“, erzählt Sudyr. „Im Bericht kommt ein Sprecher des Unternehmens zu Wort und gibt zu, dass Fehler bei dem System nicht auszuschließen sind.“ Seinem Ärger habe Sudyr längst mit einem Facebook-Post Luft gemacht. „Die Kommentare dort beweisen: Das Problem betrifft nicht nur mich.“ Tatsächlich berichten mehrere Personen unter dem Post in der Facebook-Gruppe „Wir sind Feyen“ von ähnlichen Vorkommnissen. Dabei beziehen sie sich nicht nur auf den Castelnauplatz. „Im Fressnapf in der Luxemburger Straße dasselbe“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere kommentiert, ihr sei beim Edeka in Schweich etwas Ähnliches passiert. „Ich selbst habe bereits Widerspruch bei der Firma eingelegt“, sagt Sudyr. „Ich frage mich aber, wie viele Leute die 45 Euro einfach bezahlt haben, ohne das Ganze zu hinterfragen.“ Längst habe die Gefahr der Parkstrafen am Castelnauplatz die Runde gemacht. „Eine gute Bekannte von mir traut sich nicht mehr, mit dem Auto hierher einkaufen zu fahren, weil sie Angst hat, auch bezahlen zu müssen.“ Neben einem Edeka sind auch Filialen von Aldi, DM, Takko und NKD, aber auch ein Florist und die Bäckerei Wildbadmühle am Castelnauplatz zu Hause. „Wir sind davon nicht betroffen“, sagt eine Mitarbeiterin der Bäckerei. „Wir haben unsere eigenen Parkplätze, die nicht von dem Kamerasystem überwacht werden.“ Eine Aldi-Mitarbeiterin hingegen berichtet: „Es kommt schon manchmal vor, dass sich Kunden bei uns wegen der Parkstrafen beschweren. Und auch Mitarbeiter von uns waren schon betroffen.“ Die Kennzeichen der Mitarbeiter seien dem System eigentlich bekannt. „Trotzdem ist es schon zu Fehlern gekommen. Unsere Mitarbeiter haben ihr Geld so weit ich weiß, aber zeitnah zurückbekommen.“ Wie äußert sich die Firma Nexobility zu den Vorwürfen? Auf eine Anfrage der Redaktion folgt zunächst eine automatisierte Antwort. Die Bearbeitung könne bis zu sieben Wochen dauern und man bitte darum, von weiteren Anfragen abzusehen. Daher folgt ein Anruf mit der Bitte um eine schnellere Rückmeldung. Mit Erfolg: Ein paar Tage später äußert sich eine Sprecherin des Unternehmens per Mail. Und was sagt das Unternehmen dazu, dass manche Anwohner den Parkplatz aus Angst vor einer Strafe nicht mehr nutzen? „Wir können nachvollziehen, dass eine unberechtigte Zahlungsaufforderung bei den Betroffenen zu Verunsicherung führen kann. Daher ist uns ein unkompliziertes und transparentes Prüfverfahren wichtig. Betroffene können sich mit den entsprechenden Angaben zu ihrem Parkvorgang an unseren Kundenservice wenden.“

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren