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Trier: Student nach Angriff gestorben - Tatverdächtiger festgenommen

Nation

Nach einem Gewaltdelikt ist am Mittwoch in Trier ein 22-jähriger Mann gestorben. Die Tat hatte einen Großeinsatz der Polizei im Bereich der Robert-Schuman-Allee am Petrisberg ausgelöst. Den Angaben der Polizei zufolge soll ein 22-jähriger Deutscher gegen 9.55 Uhr von einem gleichaltrigen Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit angegriffen und dabei zunächst schwer verletzt worden sein. Bei der Tat, teilt die Polizei mit, soll Zeugenaussagen zufolge ein Messer zum Einsatz gekommen sein. Das Opfer wurde vor Ort noch durch Rettungskräfte reanimiert, starb jedoch einige Zeit später im Krankenhaus. Der tatverdächtige 22-Jährige wurde bei der schnell eingeleiteten Fahndung bereits kurz nach der Attacke in einer angrenzenden Straße gestellt und festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zu weiteren Hintergründen der Tat könne man derzeit noch keine Angaben machen, teilte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Trier mit. Daher sind Aussagen zu Beobachtungen, die vor Ort gemacht worden sind, noch nicht endgültig gesichert. Ein 46-Jähriger, der unweit des Tatorts in einem der dortigen Studierendenwohnheime arbeitet, berichtete unserem Reporter, der ab Mittag vor Ort war, von einem Gespräch mit einem mutmaßlichen Augenzeugen, der die Tat mitbekommen und sich noch um das Opfer gekümmert habe. Der Zeuge, so der 46-Jährige, habe ihm berichtet, dass das spätere Opfer zuvor auf dem Fußweg entlang der Schuman-Allee unterwegs gewesen sei. Der Tatverdächtige sei dann plötzlich von der Seite auf ihn zu gerannt und habe die Tat begangen. Aus einer Mail der Universitätspräsidentin geht hervor, dass es sich bei dem Opfer um einen Studenten der Uni gehandelt habe. Professorin Eva Martha Eckkrammer kündigte in einer Mail an die Studierenden eine gemeinsame Gedenkminute am Donnerstag an. „Unsere Gedanken sind bei der Familie“, schrieb sie in der Mitteilung. Da sich der Vorfall auf der belebten Robert-Schuman-Allee ereignete, in deren unmittelbarer Nähe sich mehrere Studierendenwohnheime und Supermärkte befinden, wurde die Tat gleich von mehreren Menschen beobachtet. Notfallseelsorger betreuten noch vor Ort Zeugen. Bis zum Abend standen spezialisierte Beamte am Tatort und in der Nähe für Betroffene zur Verfügung. Die Polizei bittet Zeugen, deren Personalien ihr noch nicht bekannt sind, sich unter der Telefonnummer 0651/983-43900 zu melden. Zudem hat die Polizei bereits ein Hinweisportal geschaltet: Über den Link https://s.rlp.de/E34j8yx können Zeugen Videos oder Fotos, die sie gegebenenfalls von der Tat gefertigt haben, hochladen und den Ermittlern zur Verfügung stellen.

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