Trinkgeld-Masche im Schuhgeschäft: Deichmann-Konkurrenten nerven Käufer
Die nervige Trinkgeldfrage gibt es jetzt auch zwischen Sneakern und Sandalen. Aktiv Schuh und Shoe City zeigen beim Kartenzahlen jetzt Trinkgeldvorschläge an. Zur Auswahl stehen 3, 5 oder 7 Prozent sowie ein eigener Betrag. Eine Umfrage zeigt allerdings, dass die meisten Kunden von solchen Extras im Einzelhandel wenig halten. Schuhhändler fragen jetzt nach Trinkgeld Käufer können aus den vorgegebenen Werten wählen oder einen eigenen Betrag eingeben. Wer nichts zahlen möchte, darf die Abfrage ablehnen. Trotzdem kann bereits die Auswahl unangenehmen Druck erzeugen, schließlich steht das Personal meist direkt daneben. Was im Restaurant langsam üblich wird, wirkt beim Kauf von Schuhen aber noch ziemlich fremd. Die Händler begründen das Modell mit dem Aufwand einer guten Beratung. Mitarbeiter suchen passende Größen im Lager, empfehlen Alternativen und geben Hinweise zur Pflege. Das zusätzliche Geld soll innerhalb des Teams verteilt werden, heißt es laut einem Sprecher. Andere Unternehmen aus der Modebranche experimentieren ebenfalls mit ähnlichen Abfragen. Flächendeckend verbreitet sind sie dort aber bislang nicht. Ketten wie Deichmann, H&M, Galeria und das ebenfalls befragte Bauhaus planen derzeit keine umfassende Einführung. Fachleute halten das Modell eher in Geschäften für denkbar, in denen persönliche Beratung eine größere Rolle spielt. An schnellen Supermarkt- oder Discounterkassen dürfte die zusätzliche Frage hingegen kaum willkommen sein (Quelle: heise online). Mehrheit will an der Kasse nichts extra zahlen Eine YouGov-Umfrage zeigt wenig Begeisterung. Nur 27 Prozent der Befragten könnten sich Trinkgeld nach einer guten Beratung vorstellen. Zwei Drittel lehnen zusätzliche Zahlungen im Einzelhandel ab. Jüngere Menschen reagieren etwas offener, eine breite Zustimmung sieht trotzdem anders aus.