DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Triphala-Extrakt: 27,94% Schutz bei Blutzellenabbau nachgewiesen

Gesundheit

Pflanzenstoffe rücken erneut in den Fokus der Krebsforschung. Eine chinesische Übersichtsarbeit, veröffentlicht am 16. August 2026 im Fachjournal Phytotherapy Research, fasst präklinische Erkenntnisse zu acht bekannten sekundären Pflanzenstoffen zusammen: Curcumin, Quercetin, Resveratrol, EGCG, Berberin, Genistein, Apigenin und Luteolin. Wie das Portal heilpraxisnet.de berichtet, zeigen diese Substanzen in Labor- und Tiermodellen Wirkung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, indem sie Apoptose fördern sowie Zellvermehrung und Angiogenese hemmen. Begrenzte klinische Evidenz als zentrales Problem Trotz der vielversprechenden Laborergebnisse betont die Übersichtsarbeit deutliche Einschränkungen. Die klinische Evidenz für die genannten Pflanzenstoffe bleibt begrenzt, und die Bioverfügbarkeit gilt als problematisch – ein Umstand, der die Übertragung von Zellkultur- und Tierversuchen auf den Menschen erschwert. Die Autoren halten weitere Studien für notwendig, bevor sich verlässliche Aussagen zur tatsächlichen therapeutischen Wirksamkeit beim Menschen treffen lassen. Weitere präklinische Ansätze aus Indien und Thailand Parallel zu dieser Übersichtsarbeit liefern mehrere unabhängige Forschungsgruppen zusätzliche Hinweise auf das Potenzial pflanzlicher Wirkstoffe in der Onkologie – allerdings ebenfalls überwiegend im präklinischen Stadium. Forscher der SSJ University, der Kumaun University und der Banaras Hindu University (BHU) untersuchten einen Extrakt aus Kilmora (Berberis aristata) in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Doxorubicin. In präklinischen Tests an Mäusen konnte die Kombination Blutkrebszellen kontrollieren, in Tests an Ratten wurden die Krebszellen gehemmt. Die Ergebnisse, die bis Juli 2026 erzielt wurden, sind bislang ausschließlich Labor- und Tierdaten. Sie wurden inzwischen an den indischen Forschungsrat ICMR übergeben, um klinische Studien am Menschen vorzubereiten. Anzeige Die Wissenschaft zeigt immer deutlicher, wie entscheidend die richtige Ernährung für unsere langfristige Gesundheit sein kann. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie mit 12 natürlichen Lebensmitteln Entzündungen im Körper lindern und Ihr Wohlbefinden steigern können. Diese 12 natürlichen Entzündungs-Killer jetzt entdecken Eine weitere Arbeit, an der unter anderem die Walailak University beteiligt war und die 2026 im Journal Life erschien, befasste sich mit Triphala-Extrakt, einer traditionellen Kräutermischung. In Laborexperimenten reduzierte der Extrakt die oxidative Zerstörung roter Blutkörperchen bei einem Enzymmangel namens G6PD-Defizienz. Der stärkste Schutzeffekt zeigte sich bei einer Konzentration von 250 Mikrogramm pro Milliliter, bei der die Hämolyserate 27,94 Prozent betrug. Mittels netzwerkpharmakologischer Analyse identifizierten die Forscher 42 mögliche Zielproteine des Extrakts. Anzeige Wer sich für die heilende Kraft von Pflanzenstoffen interessiert, findet in der gezielten Ernährung oft einen schmerzfreien Weg zur Besserung. Dieser kostenlose Guide bietet einen Selbsttest und praktische Tipps, um chronische Beschwerden durch die Kraft der Natur sanft zu mindern. Kostenlosen Ratgeber zur antientzündlichen Ernährung sichern Auch am Institute of Advanced Study in Science and Technology (IASST) und am IIT Guwahati wird an neuen, chemisch abgeleiteten Wirkstoffkonzepten gearbeitet, die pflanzliche und synthetische Ansätze verbinden. Die Forschungsgruppe entwickelte das Prodrug RK-251, das durch reaktive Sauerstoffspezies in Krebszellen aktiviert wird. In präklinischen Tests zeigte es Aktivität gegen triple-negativen Brustkrebs bei gleichzeitig geringer Toxizität gegenüber gesunden Zellen. Die Ergebnisse wurden im ACS Journal of Medicinal Chemistry veröffentlicht. Einordnung: Vom Labor zum Patienten ist es noch ein weiter Weg Die verschiedenen Studien verdeutlichen ein wiederkehrendes Muster in der Krebsforschung: Pflanzliche und pflanzenabgeleitete Wirkstoffe zeigen in Zellkulturen und Tiermodellen häufig bemerkenswerte Effekte, doch der Sprung zur klinischen Anwendung am Menschen gelingt selten in kurzer Zeit. Fragen der Bioverfügbarkeit, der Dosierung und der Übertragbarkeit von Tierdaten auf den menschlichen Organismus bleiben zentrale Hürden. Die für Kilmora geplanten Humanstudien über den ICMR markieren einen der wenigen konkreten nächsten Schritte in Richtung klinischer Erprobung, während die übrigen genannten Ansätze vorerst im Bereich der Grundlagenforschung verbleiben.

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