Trotz Dopingverfahren: HSV trifft Entscheidung zu Supersprinter Owen Ansah
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Hamburg – Es sind belastende Zeiten für Supersprinter Owen Ansah (25). Die Nationalen Anti Doping Agentur (Nada) will den 200-Meter-Europameister sperren lassen. Der Vorwurf: Ansah habe am 9. Juli einem Doping-Kontrolleur die Probe verweigert. Dem widerspricht Ansah entschieden und spricht von einem Fehler des Kontrolleurs. Mittlerweile liegt das Verfahren beim Deutschen Sportschiedsgericht (DIS). Das Verfahren ist nicht öffentlich. Bis zu einem Urteil bleibt der erste Deutsche, der die 100 Meter unter 10 Sekunden rannte, startberechtigt. Ansah musste seine Saison jedoch nach dem Triumph von Birmingham ohnehin wegen einer Verletzung beenden …
Nun bekommt er Rückendeckung von seinem Verein. Das starke Signal: Der HSV hat den Ende Oktober auslaufenden Vertrag mit Ansah bis 2029 verlängert!
„Owen und der HSV, das passt einfach“, wird HSV-Vizepräsidentin Laura Ludwig (40) in der Mitteilung zitiert. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin weiter: „Er ist Hamburger, trägt die Raute seit vielen Jahren und hat sich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt. Hinter seinen Erfolgen stecken unglaublich viel Arbeit, Ehrgeiz und Leidenschaft. Wir sind stolz auf Owens Entwicklung und freuen uns sehr, dass wir den Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam weitergehen.“
Trotz Doping-Verfahrens: HSV verlängert mit Supersprinter Ansah!
Wie schon im Fall des Bundesliga-Fußballers Mario Vuskovic (24) zeigt sich der Verein solidarisch und steht hinter seinem Athleten. HSV-Präsident Henrik Köncke (36): „Wir kennen Owen seit vielen Jahren und haben großes Vertrauen in ihn, als Sportler und als Mensch. Dieses Vertrauen gilt auch und vor allem in schwierigen Zeiten. Das macht uns als HSV-Familie aus und Owen ist ein wichtiger Teil dieser Familie. Für uns steht fest, dass wir ihn nicht nur sportlich, sondern auch darüber hinaus begleiten und unterstützen.“
Ansah ist für die finanzielle und moralische Unterstützung dankbar: „Der HSV ist für mich mehr als ein Verein. Er ist ein Stück Heimat. Ich bin mit 17 Jahren hierhergekommen und habe seitdem unglaublich viel erlebt. Viele Menschen im Verein begleiten mich schon seit Jahren und haben mich immer unterstützt. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel.“
Wann das DIS eine Entscheidung fällt, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ist, dass das zähe Verfahren am Ende vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) landet.