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Trotz Super-Jahr und Aufstieg: Zerlegt sich Schalke 04 wieder selbst?

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Es könnte alles so schön ruhig und entspannt sein bei Königsblau! Doch Schalke wäre eben nicht Schalke, wenn es nicht schon fast traditionell das große Talent hätte, sich gerne mal selbst im Weg zu stehen … Trotz Super-Jahr und Aufstieg – zerlegt sich Schalke mal wieder selbst? Zweitligameister, Erfolgstrainer Miron Muslic (43) bleibt trotz Ausstiegsklausel, endlich wieder Bundesliga in Gelsenkirchen – direkt am zweiten Spieltag die Mega-Partie gegen Bayern. Schöne neue Schalke-Welt! Und dennoch rumort es aktuell gewaltig im Verein. Samstag auf der Mitgliederversammlung könnte es zum ganz großen Knall kommen! Denn die größte Fangruppe, der Schalker Fanclub-Verband (SFCV), will dann Aufsichtsrats-Chef Axel Hefer (49) stürzen. Zum ersten Mal überhaupt hat der SFCV eine Wahlempfehlung an seine 56.000 Mitglieder (20.000 sind auch Schalke-Mitglieder und entsprechend wahlberechtigt) herausgegeben. Es wird empfohlen, Hefer (seit 2021 im Aufsichtsrat) NICHT wiederzuwählen, ebenso soll Holger Brauner (55) ersetzt werden. Der SFCV setzt auf die Gegenkandidaten Malte Stuckmann (48) und Michael Esken (59). Aufstand gegen den Schalke-Chef – warum ausgerechnet in einer Phase, in der es richtig gut läuft? Streit um Karten und Vereinssatzung Hintergründe sind offensichtlich unter anderem Streitigkeiten um das Kartenkontingent: Der SFCV bekommt von Schalke traditionell viele Heim- und Auswärtstickets zugeteilt, die er frei unter seinen Mitgliedern verteilen kann – mehr als ein Drittel geht an den Verband. Königsblau hat sich entschieden, eine minimale Umverteilung vorzunehmen: Der SFCV erhält nun rund 300 Karten weniger. Dem Fanclub-Verband passt außerdem nicht, dass Hefer Satzungsänderungsanträge, unter anderem der Ultras, für die Mitgliederversammlung zugelassen hat. Der SFCV spricht in einem Erklärvideo von „Machtverlust“ und „Entfremdung“. Die Ultras reagierten mittlerweile und gehen auf den SFCV los, schreiben in einer Stellungnahme von „vermehrt aufkommenden Unwahrheiten und bewusst veröffentlichten Falschinformationen“. Der ebenfalls einflussreiche „Supporters Club“ wiederum empfiehlt ausdrücklich Hefers Wiederwahl. Tollhaus Schalke! Hefer muss um seine Macht zittern! Selbstverständlich hat der Aufsichtsrats-Chef, vor allem in seiner Anfangszeit, viele Fehler gemacht und auch Geld mit Transferentscheidungen (das Gremium muss alles ab 500.000 Euro absegnen) verbrannt. Doch in den letzten Jahren hat sich Hefer in seinen Posten eingelebt und gut eingearbeitet. Er hat den Aufsichtsrat – und auch den gesamten Verein – professionalisiert, klare Strukturen und eine Strategie verordnet. Falsche Bauchentscheidungen, die auch Hefer zu Beginn seiner Amtszeit noch getroffen hatte, gibt es nicht mehr. Hefer hat in den letzten Jahren gelernt Sein wohl wichtigster Verdienst: Hefer hat es geschafft, den Laden nach zwei Katastrophen-Saisons mit Fast-Abstiegen (die er selbstverständlich auch mitzuverantworten hat!) zusammenzuhalten und wieder Ruhe reinzubringen. Hefers beste Entscheidung: Frank Baumann (50) zum neuen Sport-Boss zu machen! Nach BILD-Informationen hatte Baumann große Zweifel, ob er sich das Chaos-Schalke wirklich antun sollte. Hefer hat sich mehrfach persönlich mit Baumann getroffen und ihn in Gesprächen dann davon überzeugen können, dass Königsblau auch professionell arbeiten kann. Der Rest ist Geschichte: Baumann tätigte viele sehr gute Transfers, seine Königs-Verpflichtung des völlig unbekannten Muslic für 700.000 Euro Ablöse war goldrichtig – Aufstieg!

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