Trotz Updates von McLaren und Ferrari: Kimi Antonelli Schnellster in Zandvoort
(Motorsport-Total.com) - WM-Leader Kimi Antonelli hat sich im ersten Freien Training zum Grand Prix der Niederlande 2026 in Zandvoort die Bestzeit gesichert. Der Mercedes-Fahrer verwies in der ersten und letzten freien Session vor dem Sprint-Qualifying am Freitagnachmittag Lando Norris (McLaren) und seinen Teamkollegen George Russell um 0,121 beziehungsweise 0,125 Sekunden auf die Plätze. Antonelli war immer schnell, wenn er gerade auf der Strecke war. Russell rückte erst mit der allerletzten Zeitrunde des Trainings so nahe heran. Wie die Spitze generell dicht gestaffelt war: Die Top 5 waren letztendlich nur durch 0,289 Sekunden getrennt. P4 und P5 belegten die Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc, die in Zandvoort mit einem Update ausrücken. Der Unterboden der roten Boliden ist neu, ebenso der sogenannte Beamwing. Übrigens hat auch McLaren ein paar Updates nach Zandvoort gebracht. Mercedes und Red Bull fahren hingegen mit (weitgehend) unveränderten Paketen. Obwohl der befürchtete Regen zumindest während der Session nicht kam, tasteten sich die Fahrer teilweise mit kleinen Fehlern ans Limit heran. Max Verstappen (11./Red Bull) war einmal neben der Ideallinie, Hamilton verbremste sich in der Schikane, und Carlos Sainz (22./Williams) räuberte in der vorletzten Kurve quer durchs Kiesbett, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Selbst Antonelli legte in Kurve 10 einen klassischen 360-Grad-Dreher hin. "Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist", funkte er anschließend an die Mercedes-Box. Einbremsen ließ er sich von der Schrecksekunde aber nicht. Zum Thema: Ergebnis: 1. Freies Training GP Niederlande F1-Ticker: Paddock live mit Ruben Zimmermann Top 10: Guter Auftakt für Audi Platz 6 sicherte sich Oscar Piastri (McLaren), mit einem Rückstand von 0,659 Sekunden. Dahinter rundeten Nico Hülkenberg (Audi), Pierre Gasly (Alpine), Gabriel Bortoleto (Audi) und Arvid Lindblad (Racing Bulls) die Top 10 ab. Die starke Audi-Performance fiel auch Timo Glock auf: "Beide Audis sahen sehr stark aus auf dem Mediumreifen. Die Onboard-Kameras sahen gut aus bei Nico, sehr, sehr gute Balance im Auto gehabt. Somit lässt das hoffen auf ein gutes Qualifying", analysiert der Sky-Experte. Red-Bull-Teams: Neue Fahrer in Zandvoort am Start Die Session begann auf nasser Fahrbahn, allerdings ohne neuen Regen. Nico Hülkenberg (Audi) fuhr als Erster mit Intermediates auf die Strecke, doch es dauerte keine fünf Minuten, bis mit Piastri der erste Fahrer profillose Slicks ausprobierte. Piastri fuhr auch prompt überlegene Bestzeit, und so hatte sich das Thema Regenreifen rasch erledigt (Hier geht's zur Formel-1-Wettervorhersage für Zandvoort!). Im Mittelfeld standen zum Auftakt insbesondere die beiden Red-Bull-Teams unter besonderer Beobachtung. Denn weil sich Isack Hadjar in der Sommerpause am Handgelenk verletzt hat, nimmt seinen Platz bei Red Bull Racing in Zandvoort Liam Lawson ein. Und bei den Racing Bulls rückt Yuki Tsunoda von der "Ersatzbank" auf. Beide leisteten sich keine groben Schnitzer. Lawson belegte Platz 14, eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit von Lokalmatador Verstappen auf Platz 11. Und Tsunoda wurde 17. Dem Japaner fehlten 0,825 Sekunden auf die von Lindblad gesetzte Messlatte. Interessant auch, dass die Updates bei Aston Martin langsam zu wirken scheinen. Nach der Aero-Erneuerung in Ungarn folgt an diesem Wochenende eine neue Ausbaustufe des Honda-Motors. Mit dieser sicherte sich Fernando Alonso Platz 12, eineinhalb Sekunden hinter der Antonelli-Bestzeit. Zandvoort-Zeitplan: Wie geht's weiter? Zandvoort ist das fünfte von sechs Sprint-Wochenenden der Formel-1-Saison 2026 (Hier geht's zum kompletten Formel-1-Kalender!). Nach dem ersten Freien Training steht am Freitag ab 16:30 Uhr MESZ das Sprint-Qualifying auf dem Programm, in dem die Startpositionen für den F1-Sprint am Samstag um 12:00 Uhr ausgefahren werden. Das reguläre Qualifying für den Grand Prix findet am Samstag ab 16:00 Uhr statt, und der Rennstart am Sonntag ist auf 15:00 Uhr angesetzt. Im TV wird das Rennwochenende auf Sky (Deutschland), ServusTV (Österreich) und im SRF (Schweiz) übertragen (Hier geht's zur kompletten TV-Übersicht zur Formel 1 in Zandvoort!). Die gewohnten Formel-1-Livestreams können Fans am Samstag- und Sonntagabend auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de verfolgen. Mit einer Zusammenfassung des Geschehens und Analysen weit über das Ende der TV-Übertragungen hinaus. Nach der Sommerpause präsentiert Host Kevin Scheuren die Streams wieder in der Stammbesetzung mit Chefredakteur Christian Nimmervoll als Experte. Die provisorische Startzeit der Livestreams ist auf 21:00 Uhr MESZ angesetzt.