DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,15 % 77.314,10 USD 22:11:08 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 22:00:30 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 22:00:24

Trotzdem auf Kurs?: Meyer Werft macht fast 384 Millionen Euro Verlust

Wirtschaft

Die Meyer Werft steckt weiter tief in der Sanierung. Zwar laufen die Geschäfte deutlich besser, doch Altlasten drücken schwer auf die Bilanz. Für das laufende Jahr sieht das Management dennoch Fortschritte – obwohl eine wichtige Einnahmequelle wegfällt.

Die Meyer Werft hat das vergangene Jahr trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs erneut mit einem hohen Verlust abgeschlossen. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 384 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr hatte der Verlust noch rund 569 Millionen Euro betragen.

Auch operativ blieb der Schiffbauer deutlich in den roten Zahlen. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank den Angaben zufolge von rund 528 Millionen auf rund 252 Millionen Euro. Die Werft begründete das Minus vor allem mit Rückstellungen für erwartete Verluste aus älteren, nicht profitablen Aufträgen.

Der Umsatz stieg von rund 1,4 Milliarden auf rund 2,8 Milliarden Euro. Dazu trugen insbesondere die Auslieferung der Kreuzfahrtschiffe "Asuka III" und "Disney Destiny" in Papenburg sowie zweier Binnenfahrgastschiffe der Neptun Werft bei. Zudem wurde am Standort Wismar ein Kreuzfahrtschiff umgebaut. Die Zahlen der beiden Jahre seien wegen gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen im Jahr 2024 allerdings nur eingeschränkt vergleichbar, hieß es.

Für das laufende Jahr stellt das Management eine weitere Verbesserung in Aussicht. Obwohl in diesem Jahr kein Kreuzfahrtschiff ausgeliefert werden soll, erwartet sie beim Ebitda eine Entwicklung in Richtung eines ausgeglichenen Ergebnisses. Erreicht werden soll dies unter anderem durch geringere Material- und Personalkosten sowie effizientere Abläufe. Die Werft beziffert den erwarteten jährlichen Effekt ihrer Spar- und Effizienzmaßnahmen mittelfristig auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag.

Nach Angaben des Unternehmens bestätigte ein Gutachter, dass die Werft ihren vereinbarten Sanierungspfad einhält. Der Finanzierungsbedarf sei im Sanierungszeitraum bis Ende 2028 durch zugesagte Eigen- und Fremdkapitalmittel gedeckt. Als Grundlage für den weiteren Sanierungskurs nennt die Werft profitabler kalkulierte Neuaufträge für Kreuzfahrtschiffe, den Einstieg in den Bau von Konverterplattformen in Rostock und die Nachfrage nach Binnenfahrgastschiffen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren