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Trump-Berater warnt Kanada vor „Einmischung“ bei Midterms 2026

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Drohung kurz vor Midterms: Trump-Berater warnt Kanada vor „Einmischung“

Von: Tobias Utz

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Der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada eskaliert weiter: Trumps Berater Navarro drohte nun Kanadiern in den Vereinigten Staaten.

Ottawa / Washington, D.C: – Wenige Wochen vor den Midterms hat sich Peter Navarro in den Wahlkampf eingeschaltet. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump warnte Kanada vor einer „Einmischung“ in die US-Zwischenwahlen im November. „Anmerkung an Kanada: Das geht nicht. Verstanden? Das Spiel ist aus. Und wenn ihr euch in unsere Wahlen in Maine oder Michigan einmischt, werdet ihr noch mehr bezahlen“, wütete er am Dienstag (29. September) bei einer Wirtschaftsveranstaltung in Washington, D.C. Videos der Aussagen gingen zeitweise auf X viral.

Navarro warf Kanada zudem vor, in der Vergangenheit bereits Lobbyarbeit bei den Vereinigten Staaten betrieben zu haben. Diese hätten sich negativ auf die US-Innenpolitik ausgewirkt.

Die Drohungen erfolgten, nachdem die USA neue Einfuhrverbote für kanadische Waren erlassen haben. Diese liegen im Wert von knapp einer Milliarde US‑Dollar. Betroffen sind Milchprodukte, Motorräder und Whisky. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag (28. September) im Weißen Haus erklärt, die Kanadier würden am Ende einknicken: „Sie werden hereinkommen und sagen: ‚Sir, es tut uns leid.‘“ Laut Trump seien die neuen Einfuhrverbote eine Reaktion auf kanadische Zölle. Trump hatte Kanada zuletzt als „eines der schlechtesten Länder der Welt“ bezeichnet.

Carney weiter offen für Verhandlungen mit Trump

Kanadas Handelsminister Dominic LeBlanc reagierte am Dienstag auf Trumps Anordnungen. „Ich glaube nicht, dass sich die kanadische Regierung dafür entschuldigen wird, dass sie sich für kanadische Beschäftigte, kanadische Unternehmen und die Verteidigung unserer Wirtschaft einsetzt“, sagte er laut einem Bericht des Senders Global News auf einer Veranstaltung in der kanadischen Provinz New Brunswick.

Premierminister Mark Carney betonte zuletzt mehrfach, dass die Tür für Verhandlungen von kanadischer Seite keinesfalls geschlossen sei. Kanada sei bereit für Gespräche, die die Souveränität beider Länder achten, so Carney. (Quellen: AP, Global News, Journal de Montréal, eigene Recherche) (tu)

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