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Trump droht Iran mit Zerstörung von Kraftwerken und Brücken

Welt

Seit Tagen attackiert das US-Militär Ziele im Iran. Zuletzt verschärfte US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik – und legte nun noch einmal nach. Eine scharfe Reaktion aus dem Iran folgte prompt. Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe ins Visier genommen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Dabei sei es Trump egal, ob der Iran Schiffe in der Meerenge mit Raketen, Drohnen oder andren Waffen attackiere. Iran kündigt Vergeltung an Teheran reagierte schnell auf die erneuten Drohungen Trumps und kündigte für diesen Fall Vergeltung an. "Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. "Jede Aggression gegen den Iran, einschließlich unserer Infrastruktur, wird eine mächtige und entschiedene Antwort erzwingen." Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel angesehen. Auch der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf reagierte scharf: Es gehe in diesem Krieg um alles oder nichts, schrieb er auf der Plattform X. Wenn der Iran sein Öl nicht verkaufen könne, werde niemand sonst in der Region sein Öl verkaufen können. Wenn die Sicherheit des Irans nicht gewährleistet sei, werde keine Infrastruktur sicher sein. Mit Blick auf die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus fügte er hinzu, die Sicherheit der Meerenge hänge davon ab, dass keine amerikanischen Streitkräfte dort stationiert sind. Der Iran habe wiederholt erklärt, dass die Lage dort nicht wieder so werde wie vor dem Krieg. Bereits vergangene Woche hatte Medien über Angriffe des US-Militärs auf mehrere Brücken und einen Flughafen im Iran berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bislang nicht. Mit den Angriffen auf Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen US-Beamten. Der Iran holte in Reaktion darauf erneut zu Vergeltungsschlägen gegen Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain sowie Katar aus. Irans UN-Botschafter hatte erklärt, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Auch UN-Generalsekretär António Guterres äußerte über einen Sprecher Besorgnis über Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran und der gesamten Region. "Solche Angriffe sind inakzeptabel." Das US-Militär erklärte unterdessen, man habe Dutzende "militärische Ziele" mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. Trump droht immer wieder In den vergangenen Tagen hatte Trump im festgefahrenen Iran-Krieg seine Rhetorik in Richtung Teheran verschärft. Erst am Dienstag hatte er erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. "Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht", sagte er im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. "Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett", behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land bräuchte Jahrzehnte für den Wiederaufbau. Trump will Tod jedes US-Soldaten rächen Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. "Wenn wir morgen gehen würden, hätten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen", sagte er. Empfehlungen der Redaktion Trump hat "keinerlei Interesse an Gesprächen" mit dem Iran Beginnt eine neue Phase der Eskalation? USA besiegeln Atom-Deal mit Saudi-Arabien – trotz hoher Risiken Zuletzt hatte sich die militärische Eskalation zwischen Washington und Teheran verschärft. Erst am Montag hatte Trump dem Iran außerdem erneut mit harter Vergeltung gedroht. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatte das US-Militär den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss bekanntgegeben. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg getöteten US-Militärangehörigen stieg mittlerweile auf 18. (dpa/bearbeitet von br)

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