DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,10 % 52.759,21 Pkt 23:10:42 S&P 500 -0,66 % 7.641,16 Pkt 23:10:33 Nasdaq -0,85 % 26.067,17 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,30 % 66.016,34 Pkt 06:49:15 Gold +1,81 % 4.598,00 USD 06:54:02 Silber +1,53 % 69,07 USD 06:54:12 Brent -0,31 % 93,49 USD 06:52:58 WTI -1,69 % 86,35 USD 06:54:15 Bitcoin +2,62 % 74.927,89 USD 07:04:15 EUR/USD +0,18 % 1,16950 USD 07:03:54 EUR/GBP -0,15 % 0,85700 GBP 07:04:17 EUR/CHF +0,43 % 0,93520 CHF 07:04:16 EUR/JPY +0,62 % 185,900 JPY 07:04:18

Trump droht mit „vernichtendster Wirtschaftsoperation“

Welt

Startseite Politik Trump erklärt Wirtschaftskrieg gegen Iran – China meldet sich sofort zu Wort Von: Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Sechs Monate Iran-Krieg ohne Durchbruch belasten Trump vor den US-Zwischenwahlen. Jetzt drohen Drittstaaten bei Iran-Hilfen hohe Strafen. Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump verschärft im Iran-Krieg den Tonfall. Auf der Plattform Truth Social kündigte er am Mittwoch eine umfassende wirtschaftliche Isolation Teherans an. Trump sprach von der „vernichtendsten Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land ausgeführt worden sei. Es werde sich um einen Wirtschaftskrieg in beispiellosem Ausmaß handeln. Die Reaktion aus China folgte prompt: „Sanktionen und Druck tragen nicht zur Lösung des Problems bei“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Alle Beteiligten sollten verantwortungsvoll handeln und die Angelegenheit auf politischem und diplomatischem Wege lösen. Besonders China könnte von Trumps Drohung betroffen sein, sollte er sie wahr machen. Die Volksrepublik ist der größte Handelspartner des Irans und nimmt einen Großteil seiner Ölexporte ab. Benzin, Lebensmittel, Dünger: Trump vor den Midterms innenpolitisch unter Druck Trumps drastische Rhetorik fällt in eine Zeit politischer Stagnation. Der von den USA und Israel geführte Krieg gegen den Iran dauert mittlerweile fast sechs Monate an, ohne dass ein diplomatischer oder militärischer Durchbruch absehbar ist. Der US-Präsident steht wenige Monate vor den wichtigen Kongresswahlen im November innenpolitisch massiv unter Druck. Ein zentraler Faktor ist die wirtschaftliche Rückkopplung des Konflikts. Die anhaltende Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus treibt weltweit die Preise für Treibstoff und Düngemittel in die Höhe. Dies befeuert die Inflation in den USA erheblich und gefährdet Trumps Wahlkampfversprechen bezahlbarer Lebenshaltungskosten. Einer Analyse der dpa zufolge spricht aus den aktuellen Drohungen daher vor allem wachsende politische Frustration. Trump dehnt seine wirtschaftlichen Strafmaßnahmen nun explizit auf internationale Akteure aus. Laut AFP kündigte er an, dass jedes Land, welches dem Iran über Finanzinstitute, Unternehmen oder Flughäfen eine „Rettungsleine“ reiche, mit enormen wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen müsse. Konkrete Ländernamen nannte er dabei nicht. Trump droht dem Iran – die aktuelle Lage im Überblick Blockade-Streit: Während Trump laut Reuters behauptet, die Straße von Hormus sei offen, deklariert der Iran sie als geschlossen. Daten des von Reuters zitierten Anbieters Kpler belegen einen massiven Einbruch: Am Mittwoch passierten lediglich neun Rohstoff-Frachter die Meerenge. Sanktionen: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben als erster US-Verbündeter sämtliche Handels- und Finanzbeziehungen zum Iran bis auf Weiteres ausgesetzt. Teherans Reaktion: Der Iran zeigt sich demonstrativ unbeeindruckt. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim erklärte laut dpa, man habe gelernt, westliche Beschränkungen zu umgehen und sei darin mittlerweile „sehr versiert“. Trump droht Teheran mit „Wirtschaftskrieg“ – Analysten zweifeln an nachhaltiger Wirkung Trotz der scharfen Worte bleibt offen, ob Trumps Ankündigungen weitreichende globale Folgen haben werden. Die dpa wies darauf hin, dass der US-Präsident in der Vergangenheit martialische Drohungen oft relativierte und am Ende Rückzieher machte. Zudem ist fraglich, wie die internationale Staatengemeinschaft reagiert. Gregory Brew, Iran-Analyst der Eurasia Group, äußerte auf der Plattform X Zweifel daran, ob andere Staaten dem Sanktionsbeispiel der Emirate folgen werden. Insbesondere die Haltung Chinas, des größten Handelspartners der Islamischen Republik, dürfte über die tatsächliche Durchschlagskraft dieses Wirtschaftskrieges entscheiden. (Quellen: AFP, dpa, Reuters) (frs)

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