Trump klagt gegen die BBC - und seine Familie muss vor Gericht
Klage gegen BBC Trump-Familie vor Gericht vorgeladen Von t-online, jaf 23.07.2026 - 07:57 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Donald Trump verklagt die BBC. Die lädt nun mehrere Mitglieder von seiner Familie vor, um sich zu verteidigen. Zahlreiche Familienmitglieder und Vertraute von US-Präsident Donald Trump wurden vor Gericht vorgeladen. Dabei geht um eine zehn Milliarden US-Dollar schwere Verleumdungsklage Trumps gegen den britischen Rundfunk BBC. Die BBC hatte beantragt, Trumps Umfeld im Rahmen der Verteidigung vorzuladen, berichtet das Magazin "Newsweek". Zuvor hatte Trump die BBC im Dezember wegen des Zusammenschnitts einer Rede, die Trump am 6. Januar 2021 vor dem Sturm auf das Kapitol gehalten hatte, verklagt. Dabei wurden drei Zitate aus zwei Abschnitten der Rede zu einem einzigen Zitat zusammengeschnitten. Dadurch entstand der Eindruck, Trump habe seinen Anhängern gesagt, er werde mit ihnen zum Kapitol gehen, um dort zu kämpfen. Die BBC hatte sich bereits bei Trump entschuldigt, aber die Behauptung zurückgewiesen, den US-Präsidenten verleumdet zu haben. Der britische Sender hatte in der Folge Dutzende Vorladungen beantragt, um Informationen über Trumps Verhalten und seinen Geisteszustand vor und am 6. Januar zu erhalten. Laut der Agentur Bloomberg geht es dabei unter anderem um Trumps Kinder Donald Trump Jr. und Ivanka Trump, seinen Schwiegersohn Jared Kushner, seinen ehemaligen Berater Steve Bannon, seinen stellvertretenden Stabschef Stephen Miller und den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn. Auch zahlreiche Kabinettsmitglieder, Bundesbeamte und andere Personen, die mit Trumps Bemühungen, die Wahlergebnisse von 2020 anzufechten, in Verbindung stehen, sollen vorgeladen werden. Unterschiedliche Ansichten über Inhalt des Prozesses Laut der BBC sind die Aussagen relevant, da Trumps Klage die Bedeutung seiner Rede vom 6. Januar infrage stelle. Trump müsse daher nachweisen, dass die BBC-Dokumentation eine falsche Implikation vermittelt habe. Trumps Anwälte kritisieren hingegen, die BBC versuche, eine Verleumdungsklage wegen eines zwölfsekündigen Clips in eine umfassendere Untersuchung des 6. Januar umzuwandeln. Richterin Lett stimmte dem offenbar zumindest teilweise zu. "Ich glaube nicht, dass eine vollständige Neuverhandlung des Falls vom 6. Januar erforderlich ist, nur weil der Dokumentarfilm selbst mit dem 6. Januar in Verbindung steht", sagte sie laut Bloomberg. Sie wies allerdings Trumps Versuch zurück, die Ermittlungen gänzlich zu verhindern, und erlaubte die Vorladungen. Bereits zuvor hatten Trumps Anwälte argumentiert, dass die Vorladungen eine unzulässige Beweissuche darstellten und es um Erkenntnisse gehe, die über das für die Verleumdungsvorwürfe Relevante hinausgingen. Es ist aber unklar, ob sie Einspruch erheben werden. Zudem versucht die BBC offenbar auch, Trump selbst vorzuladen. Darüber wurde aber noch nicht entschieden. In einer ersten Anhörung entschied Richterin Enjoliqué Lett zudem, dass Trump die von der BBC angeforderten detaillierten Finanzunterlagen seiner Unternehmen herausgeben muss.