DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -1,87 % 63.453,11 Pkt 01:46:10 Gold -0,64 % 4.025,60 USD 01:51:11 Silber -2,73 % 52,00 USD 01:51:11 Brent -3,43 % 111,36 USD 01:50:06 WTI -0,11 % 102,67 USD 01:51:01 Bitcoin -1,08 % 76.950,00 USD 02:01:11 EUR/USD +0,40 % 1,12010 USD 02:00:46 EUR/GBP -0,12 % 0,83590 GBP 02:01:13 EUR/CHF -0,45 % 0,91940 CHF 02:01:13 EUR/JPY +0,08 % 176,198 JPY 02:01:13

Trump-Kritiker sieht Desaster für US-Präsidenten kommen

Welt

Startseite

Politik

„Dann ist es vorbei“: Trump-Kritiker sieht Desaster für US-Präsidenten kommen

Von: Lukas Richter

Uns auf Google folgen

Die Demokraten brauchen im Kongress nur vier Sitze für die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Trump-Biograf Wolff sieht schwere Risiken für die Republikaner.

Washington – Wenn man Donald Trump zuhört, klingt seine zweite Präsidentschaft wie ein beispielloser Siegeszug. Doch vor den Zwischenwahlen im November wächst der Druck auf seine Partei. Die Republikaner verteidigen nur knappe Mehrheiten im Kongress. Für Trump-Kritiker Michael Wolff ist genau das der Punkt: Der Präsident könne seine eigene Partei in schwere Niederlagen treiben.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Wolff sieht eine gefährliche Mischung aus schwacher Wirtschaft, sinkender Zustimmung und einem Präsidenten, der vor allem um sich selbst kreise. Wenn die politische Stimmung gegen Trump kippe, könne das einzelne Rennen überlagern und den Demokraten einen breiten Sieg in der Wahlnacht bescheren, sagte der Trump-Biograf im Podcast „Inside Trump’s Head“ des US-Portals The Daily Beast.

„Wenn der Wind gegen Donald Trump steht – und danach sieht es im Moment aus –, dann ist es vorbei“, sagte Wolff. Dann würden einzelne Wahlkreise weniger stark zählen. Eine demokratische Welle könne Kandidaten in den Kongress tragen und Trump politisch abschneiden.

Wolff sieht Trump als Risiko für die eigene Partei

Der Autor erwartet, dass von Trump unterstützte Kandidaten bei den Midterms besonders verwundbar sind. Er spricht von „MAGA 2.0“ und anhaltendem Chaos. Trump habe sich politisch „vollkommen verantwortungslos“ verhalten, sagte Wolff dem Daily Beast. Es habe gewirkt, „als wäre es darauf angelegt, Menschen zu entfremden“.

Auch Joanna Coles, Co-Moderatorin des Podcasts, formulierte es ähnlich. Sie könne sich kaum etwas Schlechteres vorstellen, als republikanischer Kongressabgeordneter zu sein und mit Trump als Präsident und Parteichef erneut antreten zu müssen. Trump habe niemandem geholfen, ins Amt zurückzukehren. Er habe die Kandidaten eher untergraben.

Demokraten brauchen nur vier Sitze

Der politische Einsatz ist hoch. Die Demokraten müssten nur vier zusätzliche Sitze gewinnen, um die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückzuerobern. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hätten sie mindestens 30 Sitze in Parlamenten der Bundesstaaten hinzugewonnen. Die Republikaner hätten im selben Zeitraum keinen Sitz von den Demokraten übernommen.

Trump wirbt unterdessen weiter öffentlich für republikanische Kandidaten. Konservative versuchen, ihre knappen Mehrheiten in beiden Kongresskammern zu halten, berichtet das Portal. Wolff hält die Lage trotzdem für gefährlich. Trump stelle Kandidaten auf, deren Siegchancen deutlich gesunken seien, sagte er. Damit schwäche er die Mehrheiten der eigenen Partei.

Wirtschaft als Angriffspunkt

Eins von Donald Trumps Hauptproblemen ist die Wirtschaft. Eine Umfrage der öffentlich-rechtlichen Sender PBS News, NPR und des Umfragecenters Marist hatte ergeben, dass 60 Prozent der Amerikaner Trumps Wirtschaftspolitik ablehnen. Nur 33 Prozent stimmten ihr zu. Hohe Benzinpreise treffen viele Haushalte: 78 Prozent der Befragten sagten demnach, Spritpreise wirkten sich auf ihr Budget aus.

Laut PBS spielten wirtschaftliche Sorgen eine Rolle bei Trumps Rückkehr ins Amt. Die meisten seiner damaligen Wähler stehen zwar weiterhin zu ihm: 77 Prozent derjenigen, die 2024 für ihn gestimmt haben, unterstützen, wie er aktuell mit dem Thema umgeht. Doch einige Wählergruppen, die er klar für sich gewinnen konnte, sind unzufrieden.

Wolff sieht darin eine Chance für die Demokraten. Wenn Trump nicht nur für seine Person, sondern auch für die wirtschaftliche Lage verantwortlich gemacht werde, könne das doppelt wirken, sagte er.

Über Michael Wolff

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren