Trump lügt gleich fünf Mal in nur einem Gespräch mit Erdoğan
Startseite Politik Trump lügt bei NATO-Gipfel gleich fünfmal in nur einem Gespräch mit Erdoğan Von: Bedrettin Bölükbasi Uns auf Google folgen Falsche oder irreführende Aussagen gehören zu Trumps Markenzeichen. Auch beim NATO-Gipfel sorgte der US-Präsident mit mehreren Behauptungen für Kritik. Ankara – US-Präsident Donald Trump ist seit Jahren dafür bekannt, immer wieder falsche Behauptungen aufzustellen. Selbst bei internationalen Großveranstaltungen scheut er sich nicht davor, mit seinen Falschbehauptungen Stimmung zu machen. Auch beim NATO-Gipfel legte der US-Präsident nach und wiederholte mehrere Aussagen, die von Experten und offiziellen Stellen bereits zuvor als falsch oder irreführend eingeordnet wurden. NATO-Gipfel: Trump lügt bei Treffen mit Erdoğan Trump hat am Rande eines NATO-Gipfels bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erneut eine Reihe umstrittener Behauptungen aufgestellt. Dabei ging es unter anderem um Grönland, den Ukraine-Krieg, die amerikanische Wirtschaft und die Präsidentschaftswahl 2020. Mehrere seiner Aussagen widersprechen den verfügbaren Fakten oder gelten seit Jahren als widerlegt. Besonders für Aufmerksamkeit sorgten Trumps erneute Äußerungen zu Grönland. Der Präsident bekräftigte seine Forderung, die USA sollten die zum Königreich Dänemark gehörende Insel unter ihre Kontrolle bringen. Zur Begründung erklärte er, Grönland sei „von chinesischen und russischen Schiffen umgeben“. Für diese Darstellung gibt es jedoch keine öffentlichen Belege. Experten für Sicherheitspolitik sowie Vertreter Dänemarks und anderer nordischer Staaten haben entsprechende Behauptungen bereits mehrfach zurückgewiesen. Auch nach Angaben der dänischen Streitkräfte wurden zuletzt keine ungewöhnlichen russischen oder chinesischen Schiffsbewegungen rund um Grönland festgestellt. Trump erklärte zudem erneut, er habe „acht Kriege beendet“. Auch diese Aussage gilt als umstritten. Zu den von ihm angeführten Beispielen zählen Konflikte, die nach Einschätzung von Experten entweder nie Kriege im eigentlichen Sinne waren oder trotz diplomatischer Vereinbarungen bis heute nicht vollständig beendet sind. Dazu gehören unter anderem der Konflikt zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo sowie der Krieg zwischen Israel und der Hamas. Auch den kurzen militärischen Konflikt zwischen Israel und Iran zählt Trump zu seinen Erfolgen, obwohl es später erneut zu Kämpfen kam. Trump beim NATO-Gipfel in Ankara: Erneut Falschaussagen Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg warf Trump seinem Vorgänger Joe Biden erneut vor, der Ukraine „Hunderte Milliarden Dollar“ an militärischer Ausrüstung geliefert zu haben. Nach Daten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft belief sich die von den USA zugesagte Militärhilfe bis April 2026 jedoch auf rund 74 Milliarden Dollar. Einschließlich finanzieller und humanitärer Hilfen summierte sich die gesamte US-Unterstützung auf rund 132 Milliarden Dollar. Auch bei der Wirtschaft zog Trump eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Er sprach von Investitionen in Höhe von 19,2 Billionen Dollar seit seinem Amtsantritt. Selbst die Zahlen des Weißen Hauses liegen allerdings deutlich darunter und nennen Investitionsankündigungen von rund 10,6 Billionen Dollar. Kritiker weisen zudem darauf hin, dass dabei vielfach unverbindliche Absichtserklärungen oder allgemeine Wirtschaftsvereinbarungen mitgezählt werden, die keine tatsächlichen Investitionen darstellen. Schließlich wiederholte Trump seine seit Jahren erhobene Behauptung, die Präsidentschaftswahl 2020 sei manipuliert gewesen. Für Wahlbetrug in einem Ausmaß, das das Ergebnis verändert hätte, wurden jedoch weder von Gerichten noch von staatlichen Stellen Belege gefunden. Joe Biden gewann die Wahl offiziell und wurde anschließend als Präsident vereidigt. (Quellen: CNN, eigene Recherche) (bb)