DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,08 % 64.364,85 USD 09:15:18 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Trump: Scheich-Jet zu unsicher? Air-Force-One-Debüt wird zur Blamage

Welt

Donald Trump wollte der Welt beweisen, dass sein neues Präsidentenflugzeug einsatzbereit ist. Herausgekommen ist das Gegenteil. Ausgerechnet auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara ließ der Präsident die von Katar geschenkte Boeing 747 stehen und stieg stattdessen in die fast 40 Jahre alte Air Force One. Offiziell sprach Trump von einer Geste für amerikanische Soldaten in Großbritannien. Sie sollten das neue Prachtstück auf dem Stützpunkt Mildenhall besichtigen können. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass diese Erklärung halbgar war. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer US-Medien spielten massive Sicherheitsbedenken die ausschlaggebende Rolle. Die renommierte Investigativjournalistin Carol Leonnig, einst Washington Post, berichtete unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen, die neue Maschine verfüge nicht über jene Kommunikations- und Verteidigungssysteme, die für einen Präsidentenflug „während der Feindseligkeiten mit Iran“ erforderlich seien. Damit bekommt die Affäre um das 400 Millionen Dollar teure Geschenk aus Katar eine neue Dimension. Neuer Air Force One fehlen die sicherheitsrelevanten Systeme Denn die Maschine ist zwar für rund weitere 400 Millionen Dollar auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers umgebaut worden. Sie bleibt aber ein Provisorium – ein sogenanntes „Bridge Aircraft“, das die Zeit überbrücken soll, bis die eigentlichen neuen Präsidentenflugzeuge von Boeing fertiggestellt sind, was erst nach Ende der zweiten Amtszeit Trumps Anfang 2029 der Fall sein wird. News aus den USA Weil Trump die Maschine der Scheichs möglichst schnell nutzen wollte, wurden nicht alle sicherheitsrelevanten Systeme eingebaut, die eine klassische Air Force One zu einer fliegenden Festung machen. Dazu gehören hochgesicherte Kommunikationssysteme, ausgefeilte Raketenabwehrtechnik sowie weitere militärische Schutzvorrichtungen, die sich nicht kurzfristig nachrüsten lassen. Manche Komponenten müssen bereits während des ursprünglichen Flugzeugbaus integriert werden. Ist Trump die „Nummer eins“ auf der iranischen Tötungsliste? Die Sicherheitslage macht das Problem besonders brisant. Nach den amerikanischen Angriffen auf iranische Ziele und dem Wiederaufflammen der Feindseligkeiten gilt Trump nach eigenen Worten als „Nummer eins“ auf der iranischen Tötungsliste. Auf dem Flug von Ankara nach Westen hätte sich die Präsidentenmaschine zeitweise deutlich näher an iranischer Reichweite befunden als später über Großbritannien. Genau für diesen ersten Abschnitt empfahlen Sicherheitsbehörden deshalb offenbar den Wechsel auf die alte VC-25A, deren Schutzsysteme seit Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost Das Weiße Haus weist die Darstellung zurück. Kommunikationsdirektor Steven Cheung sprach von „Fake News“ und betonte, das neue Flugzeug verfüge über hochentwickelte Sicherheitsmerkmale. Später argumentierte das Weiße Haus zusätzlich, der Flugzeugwechsel sei Teil einer Strategie aus „Ablenkung und Irreführung“ gewesen, um mögliche Gegner über Trumps tatsächliche Reiseroute im Unklaren zu lassen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren