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Trump scheitert an Rechtschreibung

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Trotz KI: Trump überprüft bei Panne nicht, was er eigentlich unterschreibt

Von: Franziska Schwarz

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Hat das Weiße Haus keine Rechtschreibprüfung? Trump ist für einen Augenblick Präsident der „Unites States“. Das KI-Abkommen selbst ist fragwürdig.

Wenn es um die Kontrolle von „Superintelligenz“ geht, scheitert der Mensch offenbar manchmal schon an der simplen Rechtschreibung. Bei der Unterzeichnung des historischen KI-Abkommens in Washington unterlief US-Präsident Donald Trump unter den Augen von sechs Tech-Bossen ein Patzer: Direkt unter seinem Namen signierte er feierlich als Präsident der „Unites States“.

Trotz des Fehlers verschickte Trumps Kommunikationsteam das zweiseitige Papier per E-Mail, und der Präsident selbst teilte es ungeprüft auf Truth Social. Bloomberg-Korrespondent David Gura entdeckte den Schreibfehler zuerst.

Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören neben dem Präsidenten Sundar Pichai (Google), Elon Musk (xAI), Greg Brockman (OpenAI), Mark Zuckerberg (Meta), Dario Amodei (Anthropic) und Jensen Huang (Nvidia).

Übersicht: Die Unterzeichner des KI-Abkommens

Trumps Reaktion

Auf Truth Social reagierte der US-Präsident mit gespieltem Humor auf die Kritik. Er schrieb, er sei nun Präsident eines neuen Landes, das gar nicht existiere. Das Abkommen selbst räumt der KI-Industrie weitreichende Autonomie ein. Ziel sei laut Economic Times, durch diese Freiheit eine „positive Zukunft für das amerikanische Volk und die Welt“ aufzubauen.

Das Abkommen schreibt vier Ebenen von internen Kontrollen und externen Audits vor. Die Unternehmen verpflichten sich laut Guardian freiwillig, spezielle Teams einzusetzen. Diese sollen verhindern, dass KI-Systeme technische Infrastrukturen hacken oder für biologische und chemische Bedrohungen genutzt werden.

Zusätzlich sollen externe Prüfer die korrekte Funktion der Algorithmen sicherstellen. Spezielle Ausschüsse in den Aufsichtsräten der Konzerne könnten künftig die Berichte dieser Kontrollteams überwachen. Eine spätere rechtliche Festschreibung dieser Regeln bleibt offen; vorerst setzt die Regierung primär auf die Eigenverantwortung der Industrie.

Konflikte in der US-Technologiepolitik

Die Berichterstattung zeigt unterschiedliche Positionen auf:

Selbstkontrolle vs. Regulierung: Trump lehnt strikte Gesetze ab und vertraut den Konzernen. Der Guardian zitiert ihn: „Ich denke, ich sehe eine enorme Selbstkontrolle. Und sie verstehen, dass sie sich selbst kontrollieren müssen.“

Wettbewerb vs. Sicherheit: Während Branchenexperten vor einer zu schnellen KI-Entwicklung warnen, drängt Trump auf Wachstum. Die USA sollen die globale Führungsrolle im KI-Sektor übernehmen.

Bevölkerung vs. Politik: Laut einer CNN-Umfrage halten 71 Prozent der US-Amerikaner die staatliche Regulierung von KI für unzureichend. Zudem lehnen 61 Prozent in einer Siena-College-Umfrage den Bau neuer Rechenzentren ab.

In sozialen Netzwerken amüsierten sich Nutzer darüber, dass in einem Regierungspapier über „Superintelligenz“ keine Rechtschreibkontrolle stattfand. Die Bild-Zeitung zitiert einen Nutzer: „Vielleicht solltet ihr KI einsetzen, um solche Fehler zu erkennen.“ Ob bei der Konzeption des Abkommens KI-Tools genutzt wurden, ist nicht bekannt. Eine handelsübliche Textverarbeitung hätte jedoch gereicht, um den Fehler vor der Veröffentlichung zu markieren. (Quellen: Guardian, Economic Times, Bild) (frs)

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