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Trump schmuggelt sich auf Spaniens Siegerfoto - Infantinos Eingriff kommt zu spät

Sport

US-Präsident Donald Trump hat es sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht nehmen lassen, sich nach dem Finale auf dem Siegerfoto des frisch gebackenen Weltmeisters aus Spanien zu verewigen. Demonstrativ blieb der 80-Jährige bei der Siegerehrung auf dem Podest stehen, nachdem er gemeinsam mit Fifa-Präsident Gianni Infantino Spaniens Kapitän Rodri den goldenen Pokal übergeben hatte. Im Konfettiregen schaute Trump dem Treiben einen Moment lang zu, ehe er mit Infantino die Bühne verließ. Die skurrile Szene ist hier im Video zu sehen: Zusammen hatten sie nach dem spanischen 1:0 (0:0) nach Verlängerung über Titelverteidiger Argentinien im Finale der XXL-WM den Rasen betreten, um bei der Zeremonie im MetLife Stadium von East Rutherford die Preise zu vergeben. Begleitet wurde Trump von Pfiffen. Im 104. und letzten Spiel des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada war er zum ersten Mal in einem Stadion aufgetaucht. In seiner Loge saß er zwischen Ehefrau Melania und Infantino. Auch interessant „Hast du gehört, Gianni?“: Trump will die WM „sofort“ wieder Am Rande des Finales sagte Trump, er wolle sich „sofort“ für die Austragung einer weiteren Endrunde in den USA bewerben. Er habe eine „tolle Idee“ für Fifa-Chef Gianni Infantino, sagte der US-Präsident im Gespräch mit Fox Sports: „Ich sagte: Du musst zwei Länder auswählen. Kündige uns also beim nächsten Mal wieder an und danach ein weiteres Land. Das wird die Wut und den Schock etwas lindern.“ Angesichts der Zahlen rund um die WM in den USA, Mexiko und Kanada werde er „sofort“ eine weitere Ausrichtung beantragen. „Wir müssen das noch einmal machen, und zwar solange ich noch da bin. Hast du das gehört, Gianni?“, sagte Trump bei seinem ersten Besuch eines WM-Spiels am Sonntag: „Wir müssen hören, was Gianni dazu sagt.“ Die nächste WM findet 2030 in Spanien, Portugal und Marokko statt. Die ersten drei Spiele werden in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen, um das 100-jährige Jubiläum des Turniers zu feiern. Derzeit diskutiert die FIFA dazu eine Aufstockung von 48 auf 64 Teams. Vier Jahre später ist Saudi-Arabien Gastgeber, die Turniere ab 2038 sind noch nicht vergeben. Er glaube nicht, „dass es jemals etwas Vergleichbares gegeben hat wie das, was rund um diese Weltmeisterschaft passiert ist“, sagte Trump, der eine enge Beziehung zu Infantino pflegt: „Es war wunderschön. Es war einfach wunderbar anzusehen, und ich gebe Gianni wirklich die Anerkennung dafür.“ Er habe den FIFA-Chef vor der Vergabe dieser Endrunde gewarnt, dass es viele leere Stadien geben könne: „Damit lag ich wohl ziemlich daneben.“ Auch interessant Trump und die Fußball-WM: US-Präsident machte immer wieder von sich reden Auch wenn er die Stadien über sechs Wochen gemieden hatte, war Trump durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun lange präsent gewesen. Er hatte Infantino angerufen und um die Annullierung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands FIFA setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4). Bereits zwei Tage vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine Sicht auf die Fußball-WM verbreitet. „Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben“, sagte Trump und sprach direkt die nächste Bewerbung für das Großereignis aus. sid/pvt

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