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Trump schockiert mit Rede über Iran

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Trump wünscht sich Atombombe auf L.A.: Politiker reagieren entsetzt – „Verrückt und gefährlich“

Von: Franziska Schwarz

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Um die explodierenden Energiekosten vor seiner Basis zu erklären, wählt der US-Präsident ein extremes Gedankenspiel – ist es ein realistisches?

Washington, DC – Donald Trump provoziert wenige Wochen vor den Kongress-Zwischenwahlen mit einer drastischen Äußerung. Bei einem Auftritt in Grand Island im US-Bundesstaat Nebraska sagte der US-Präsident mit Blick auf einen potenziellen iranischen Angriff: „Lasst sie doch Los Angeles zerstören. Lasst sie doch San Diego vernichten!“

Neue Trump-Eskalation: US-Präsident spricht über Atombombe über LA

Hintergrund dieser Eskalation ist der anhaltende militärische Konflikt mit dem Iran. Vor seinen Anhängern versuchte Trump, die durch den Krieg massiv gestiegenen Benzinpreise zu rechtfertigen: Er bezeichnete diese finanziellen Belastungen als „kleinen Preis“ für die Sicherheit des Landes. Das iranische Regime habe bei der Entwicklung von Atombomben gestoppt werden müssen, andernfalls hätten solche Waffen gegen US-Städte eingesetzt werden können, zitiert die Bild den Präsidenten.

Die Reaktionen aus dem ohnehin von Trumps Regierung oft attackierten, liberalen Bundesstaat Kalifornien fielen scharf aus. Führende Politiker verurteilten die Aussagen als massives Sicherheitsrisiko:

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom nannte den US-Präsidenten auf der Plattform X „verrückt und gefährlich“. Trump befürworte damit einen Angriff auf über zehn Millionen US-Einwohner, was absolut nicht normal sei, so Newsom.

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, sprach von „verantwortungslosen Drohungen“, die die Sicherheit der Millionenmetropole gefährden könnten. Die Aufgabe eines Präsidenten sei es, das Land zu schützen und nicht aktiv Angriffe auf amerikanische Leben zu ermutigen.

Todd Gloria, Bürgermeister von San Diego, betonte: „Wir sind kein Kollateralschaden. Wir sind nicht entbehrlich.“. Er forderte den Präsidenten auf, die Stadt aus seinem „rücksichtslosen Kriegsgerede“ herauszuhalten.

Der demokratische Senator Alex Padilla erinnerte laut Forbes an 19 bereits gefallene Soldaten. Er warf Trump vor, Millionen Amerikaner zu gefährden und einen Angriff auf amerikanischem Boden geradezu herbeizujubeln.

Was meinte der Präsident wirklich?

Im Netz wurde rasch über die tatsächliche Bedeutung von Trumps Worten debattiert. Der Guardian analysierte die Spekulationen: Handelte es sich lediglich um einen kruden Scherz über liberale Großstädte? Oder hatte der Präsident in seiner Rede versehentlich Geheimdienstinformationen über potenzielle iranische Ziele preisgegeben?

Konservative Aktivisten argumentierten dagegen, Trump habe sich bei dem „kleinen Preis“ in seiner elliptischen Ausdrucksweise ausschließlich auf die Benzinpreise bezogen und nicht auf die Kapazität des Irans, eine US-Stadt zu vernichten.

Faktencheck: Kann der Iran Kalifornien angreifen?

Die drängendste Frage bleibt jedoch die reale militärische Bedrohungslage für die amerikanische Westküste. Wie Forbes anmerkte, lieferte Trump bei seinem Auftritt keinerlei Beweise dafür, dass der Iran überhaupt über Langstreckenraketen oder Massenvernichtungswaffen verfügt, um eine amerikanische Metropole auszulöschen.

Der Guardian verwies auf die sicherheitspolitische Lage: Laut US-Verteidigungsbeamten fehlen dem Iran aktuell schlichtweg die militärischen Kapazitäten für einen direkten Raketenangriff auf das US-Festland. Dies ist umso relevanter, da San Diego dem Guardian zufolge über kritische militärische Infrastruktur verfügt und die Heimat von 115.000 aktiven US-Soldaten ist.

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Newsoms politisches Profil

Die harte politische Auseinandersetzung lenkt den Blick zudem auf das künftige Machtgefüge. Gouverneur Gavin Newsom gilt bereits als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten für die Wahl im Jahr 2028. Die aktuelle und direkte Konfrontation mit Donald Trump dürfte sein nationales Profil als schärfster parteiinterner Kritiker weiter stärken, meinte die Bild in diesem Kontext.

Das Weiße Haus relativiert die Aussagen

Die US-Regierung versuchte derweil, die Aussagen abzuschwächen. Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, bezeichnete die heftigen Reaktionen als bloße „mediale Überreaktion“, die schlicht nicht in der Realität verwurzelt sei. Cheung stellte in den sozialen Netzwerken klar, Trump habe lediglich verdeutlichen wollen, dass US-Städte bedroht gewesen wären, hätte man einen nuklearen Iran nicht rechtzeitig gestoppt.

Seine abschließende Bilanz: „Amerika ist sicherer wegen des Präsidenten.“. Der Iran habe nun weder eine Luftwaffe, noch eine Marine, noch Geld. (Quellen: Forbes, Guardian, Bild) (frs)

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