Trump setzt Iran das härteste Ultimatum - Öl hängt an jedem Satz aus Washington
Der Ölpreis hängt an jedem Satz aus Washington. Erst trieb Trumps "letzte Chance" für den Iran die Preise nach oben, dann drückte US-Finanzminister Scott Bessent sie wieder kräftig nach unten. Nach seinen Aussagen zu einer möglichen Einigung über die Straße von Hormus fielen US-Rohöl-Futures um etwa 4 Prozent und notierten unter 77 US-Dollar je Barrel. Bessent sagte in der CNBC-Sendung "Squawk Box", die USA und der Iran könnten schon am Dienstag oder Mittwoch eine Vereinbarung zur Wiederöffnung der Meerenge erzielen. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern", sagte Bessent. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen und in diesem Konflikt auf eine normalere Lage hinzuarbeiten." Auf die Frage, ob der Iran künftig eine Gebühr für die Durchfahrt erheben dürfe, antwortete der Finanzminister: "Es wäre freie Durchfahrt." Zugleich verwies er darauf, dass es in den vergangenen Tagen weiter gefährlich geblieben sei, aber bereits einige Schiffe die Meerenge verlassen hätten. Damit dreht der Markt erneut auf Hoffnung – obwohl die politische Lage widersprüchlich bleibt. US-Präsident Donald Trump hatte die Gespräche mit dem Iran zuvor als "letzte Chance" bezeichnet. Im Oval Office sagte er, Gespräche liefen auf Wunsch des Irans, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und weiterer Länder "jetzt gerade". "Dies ist für sie die letzte Chance, ein gutes Abkommen zu unterzeichnen", so Trump. Auf Truth Social warf er der iranischen Führung vor, über laufende Friedensgespräche zu lügen, "ob der Iran das nun zugeben will oder nicht". Exklusiv für wallstreetONLINE UserEröffnen Sie bis zum 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie in unserer Auswahl im Wert von 50 Euro. Teheran widerspricht dieser Darstellung weiter. Der Iran bestreitet direkte Verhandlungen mit den USA und verweist stattdessen auf Gespräche mit Oman über die Straße von Hormus. Präsident Masoud Pezeshkian erklärte laut staatlichen Medien, Teheran werde seine Grenzen weiter verteidigen, strebe aber keine Ausweitung des Konflikts an. Im Zentrum steht eine der wichtigsten Transportrouten für Öl, Flüssiggas und andere Rohstoffe. Laut Bloomberg drängt Trump den Iran zu einer schnellen Einigung, damit wieder mehr Handelsschiffe durch die Straße von Hormus fahren können. Zugleich hatte er am Montag erneut mit militärischer Gewalt gedroht, sollte es keinen Fortschritt geben. "Ich möchte ihnen jede noch so kleine Chance geben, bevor ich sie enthaupte", so Trump. "Ihr werdet es heute oder morgen erfahren. Ich meine, es wird schnell gehen, so oder so. Es ist nicht besonders kompliziert." Für Anleger ist die Botschaft brutal einfach: Öl reagiert nicht mehr nur auf Lagerdaten, Nachfrage oder Fördermengen. Der Preis springt und fällt mit jedem Signal aus Washington, jedem Dementi aus Teheran und jeder Hoffnung, dass Hormus wieder frei passierbar wird. Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion Achtung, Korrektur! 5 Werte vor dem Abgrund