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Trump soll Wirtschaft absichtlich schaden - Kolumnist sieht historischen Tabubruch

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Trump soll Wirtschaft absichtlich schaden – Kolumnist sieht historischen Tabubruch

Von: Florian Stickel

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„Zum ersten Mal überhaupt“: Trumps Wirtschaftskrise soll Absicht sein, findet ein US-Journalist.

Washington – Donald Trumps Wirtschaftspolitik belastet die USA an mehreren Fronten: hohe Zinsen, neue Zölle und steigende Energiepreise treffen Verbraucher und Unternehmen. Der ungewöhnliche Vorwurf eines US-Journalisten geht noch weiter: Anders als bei früheren Wirtschaftskrisen seien viele der aktuellen Probleme nicht durch äußere Einflüsse entstanden, sondern direkte Folgen politischer Entscheidungen des US-Präsidenten.

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Trump schade damit sogar bewusst der globalen Wirtschaft, argumentiert der Journalist James Downie in einem Meinungsbeitrag für den US-Sender MS NOW. Keine US-Regierung habe bisher absichtlich die Weltwirtschaft beschädigen wollen, schreibt Downie. Doch das hat sich seiner Ansicht nach geändert: „Zum ersten Mal überhaupt ist das nicht der Fall.“

Trumps wirtschaftliche Schwierigkeiten seien im Inland wie international weitgehend „selbst verursacht“, so Downie bei MS NOW. Als Beispiel nennt der Autor den US-Anleihemarkt. Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen erreichte demnach vergangene Woche den höchsten Stand seit 19 Jahren. Finanzminister Scott Bessent reagierte mit größeren Rückkäufen amerikanischer Staatsschulden.

Hohe Zinsen und Schulden belasten Trump

Investoren blickten weiterhin mit Sorge auf die US-Staatsverschuldung von inzwischen 40 Billionen Dollar, umgerechnet rund 34,4 Billionen Euro. Downie verweist dabei auf eine Analyse von Bobby Kogan vom Center for American Progress. Dieser führt einen erheblichen Teil der zusätzlichen Schulden auf Steuersenkungen unter George W. Bush sowie während Trumps erster Amtszeit zurück.

Auch bei den Zöllen sieht Downie einen Widerspruch zur bisherigen Argumentation des Präsidenten. Trump kündigte an, 300.000 Tonnen Hackfleisch zu niedrigeren Zollsätzen importieren zu lassen. Dadurch werde der Preis für Hackfleisch „erheblich sinken“, versprach Trump laut MS NOW. Downie wertet das als Eingeständnis, dass amerikanische Verbraucher zumindest einen Teil der Zollkosten für Importe tragen – und nicht das Ausland.

Iran-Krieg und neuer Handelsstreit mit Kanada

Zusätzlicher Druck kommt nach Downies Darstellung von Trumps Außen- und Handelspolitik. Die Straße von Hormus bleibe weiterhin geschlossen, während die Ölpreise hoch blieben. Unternehmen erhöhten deshalb Preise für Lebensmittel und Industrieprodukte, schreibt der Journalist unter Berufung auf das Wall Street Journal.

Gleichzeitig haben die USA und Kanada nach gescheiterten Verhandlungen erneut Zölle in Milliardenhöhe angekündigt. Downie verweist auf den Ökonomen Paul Krugman, der auf die enge wirtschaftliche Verflechtung beider Länder hinweist. Kanada liefere täglich Millionen Barrel Öl in den Mittleren Westen und genug Strom, um rund zwei Millionen Haushalte in Maine zu versorgen. Neue Zölle könnten deshalb auf beiden Seiten die Preise erhöhen.

Downies Fazit: Trump habe sich als Mann der Tat verkauft, doch nun merkten die Wähler, dass ihnen seine Aktivitäten nicht gefallen.

Die Unzufriedenheit ist auch in Umfragen sichtbar. 73 Prozent der US-Erwachsenen sagen, Trump kümmere sich nicht ausreichend um die wichtigsten Probleme des Landes, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf eine Ende Juli von SSRS erhobene Umfrage berichtet. Rund zwei Drittel meinen demnach, Trumps Politik habe die wirtschaftliche Lage verschlechtert.

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