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Trump verspricht Kentucky 100 Millionen Dollar für Fabrik

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Trump lockt mit 100-Millionen-Dollar-Fabrik in Kentucky – stellt aber eine harte Bedingung

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Trump knüpfte eine Investition von 100 Millionen Dollar in die Arzneimittelproduktion in Kentucky an einen Sieg der Republikaner bei den Zwischenwahlen.

Präsident Donald Trump hat am Samstag eine Investition von 100 Millionen Dollar in die Arzneimittelproduktion in Kentucky versprochen, die Finanzierung aber offenbar an einen Sieg der Republikaner bei den Zwischenwahlen im November geknüpft. „Wenn die Republikaner gewinnen, wird das Kriegsministerium 100 Millionen Dollar in das Pharmaunternehmen Antheia investieren, um [eine] riesige Arzneimittelfabrik in Winchester, Kentucky, wiederzubeleben“, sagte Trump bei einer Kundgebung in Highland Heights. „Das ist eine große Sache.“

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com

Trump vor Midterms: Arzneimittelproduktion nur bei Wahlsieg

Trump sprach in der Truist Arena auf dem Campus der Northern Kentucky University im Rahmen einer Wahlkampfoffensive für die Republikaner vor den Zwischenwahlen am 3. November. Zu den erwarteten republikanischen Teilnehmern aus Kentucky gehörten Senatskandidat Andy Barr und Ed Gallrein, der im vierten Kongresswahlbezirk kandidiert. Gallrein hatte bei der diesjährigen republikanischen Vorwahl den amtierenden republikanischen Abgeordneten Thomas Massie besiegt, nachdem er Trumps Unterstützung erhalten hatte.

Die Formulierung des Präsidenten schien die Investition von 100 Millionen Dollar ausdrücklich mit dem Ausgang der Zwischenwahlen zu verknüpfen. Einzelheiten dazu, wie die vorgeschlagene Investition ausgestaltet wäre, wann sie erfolgen würde und in welchem Zustand sich die Anlage in Winchester genau befindet, waren zunächst unklar. Newsweek hat Antheia um eine Stellungnahme und weitere Einzelheiten zur vorgeschlagenen Investition gebeten. Trump machte die Industrieproduktion und die Wirtschaft zu zentralen Themen seiner Rede und sagte wirtschaftliche Verbesserungen durch die Inbetriebnahme neuer Werke voraus. „Diese Werke werden in einem Jahr eröffnet, und wenn sie eröffnen, werden Sie Zahlen sehen, wie sie noch niemand zuvor gesehen hat“, sagte Trump.

Was stellt Antheia her?

Antheia, ein Hersteller pharmazeutischer Ausgangs- und Wirkstoffe mit Sitz in Kalifornien, produziert wichtige Ausgangsstoffe, sogenannte KSMs, und pharmazeutische Wirkstoffe, sogenannte APIs, die in essenziellen Arzneimitteln verwendet werden. Nach Angaben des Unternehmens bietet seine Biosynthesetechnologie eine Alternative zu pharmazeutischen Lieferketten, die von landwirtschaftlichen Rohstoffen abhängig sind. Diese können durch schlechte Erträge und andere Störungen beeinträchtigt werden.

Das erste kommerzielle Produkt des Unternehmens ist Thebain, ein Ausgangsstoff zur Herstellung von Medikamenten gegen starke und postoperative Schmerzen, zur Aufhebung der Wirkung von Überdosierungen sowie zur Suchtbehandlung. Antheia gab 2024 seine erste kommerzielle Lieferung von Thebain bekannt und arbeitet auch an der Entwicklung weiterer Ausgangs- und Wirkstoffe, darunter Oripavin und Scopolamin. Trumps Ankündigung fällt in eine umfassendere Initiative der US-Regierung zur Steigerung der heimischen Produktion kritischer pharmazeutischer Ausgangs- und Wirkstoffe.

Frühere Förderzusagen der US-Regierung

Im März kündigte die dem US-Gesundheitsministerium (HHS) unterstellte Behörde für strategische Vorsorge und Krisenreaktion eine Förderung von neun Millionen Dollar für Antheia an, um die heimische Thebainproduktion auszubauen. Die Behörde erklärte, der Stoff werde zur Herstellung von Medikamenten zur Schmerzbehandlung, gegen Alkoholkonsumstörungen und zur Aufhebung von Opioidüberdosierungen verwendet. Dabei verwies sie auf die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten als mögliche Schwachstelle. Antheia hatte zuvor bereits eine weitere staatlich geförderte Projektvereinbarung im Wert von bis zu 12 Millionen Dollar erhalten, finanziert über das HHS-Programm nach Titel III des Defense Production Act.

Die von Trump am Samstag angekündigten 100 Millionen Dollar wären damit erheblich mehr als jede der beiden zuvor bekannt gegebenen Förderzusagen der US-Regierung. Einzelheiten zu dem vorgeschlagenen Projekt in Winchester und dazu, was dort hergestellt werden soll, sind allerdings bislang nicht öffentlich bekannt.

Trump spricht bei Kundgebung in Kentucky über Iran und Demonstranten

Trump ging bei der Kundgebung am Samstag auch auf den anhaltenden Konflikt mit dem Iran ein und sagte: „Das wird sehr schnell enden.“ An anderer Stelle bezeichnete er das Vorgehen der USA gegen Iran als „Ausflug“ und erklärte: „Als ich den kleinen Ausflug in die wunderschöne Islamische Republik Iran unternommen habe, haben wir ihnen die Sch***e aus dem Leib geprügelt.“

Die Kundgebung wurde kurzzeitig von einem Demonstranten unterbrochen, der von Sicherheitskräften abgeführt wurde. Trump warf der Person vor, ein bezahlter Demonstrant zu sein, und sagte, solche Demonstranten bekämen 250 Dollar. Anschließend erwog er, ob gegen den Mann Anzeige erstattet werden sollte. „Wir sollten sein Leben nicht ruinieren und Anzeige erstatten, oder? Lasst ihn einfach gehen“, sagte Trump, bevor er auf Zurufe aus dem Publikum reagierte: „Ach, nicht? Denken wir darüber nach.“

Später wurde Trump von einer weiteren Person in der Arena abgelenkt und fragte, ob sie „Freund oder Feind“ sei. „Ich glaube, er ist ein Freund. Sind Sie Freund oder Feind?“, fragte Trump. „Denn in dieser Arena ein Feind zu sein, kann sehr gefährlich sein.“ Die Vorfälle mit den Demonstranten ereigneten sich während einer thematisch breit gefächerten Rede, in der Trump auch über Venezuela sprach: „Wissen Sie, wie viel Geld wir aus Venezuela herausholen? Hunderte Milliarden Dollar holen wir aus Venezuela heraus.“

Vor Midterms: Welche Wahlkämpfe in Kentucky sind besonders umkämpft?

Trumps Besuch findet statt, während sich die Wähler in Kentucky darauf vorbereiten, einen Nachfolger für den langjährigen republikanischen Senator Mitch McConnell zu wählen, der nicht erneut antritt. Barr tritt im Rennen um den frei werdenden Senatssitz gegen den Demokraten Charles Booker an. Öffentlich zugängliche Umfragen zu diesem Rennen sind rar. Eine von Bookers Wahlkampfteam veröffentlichte Umfrage der Global Strategy Group unter 600 wahrscheinlichen Wählern in Kentucky sah Barr mit 49 Prozent vor Booker mit 40 Prozent. Die Befragung wurde vom 24. bis 27. August durchgeführt; die Fehlertoleranz betrug plus/minus vier Prozentpunkte.

Ein engeres Rennen zeichnet sich im sechsten Kongresswahlbezirk von Kentucky ab, dessen Sitz Barr für seine Senatskandidatur aufgibt. Der Republikaner Ralph Alvarado tritt dort gegen den Demokraten Zach Dembo an. Eine Onlineumfrage von Change Research vom 29. September bis 5. Oktober im Auftrag von Kentuckians Not Corruption, einer laut New York Times mit Dembo verbundenen Organisation, sah Dembo mit 47 Prozent vor Alvarado mit 38 Prozent; acht Prozent waren unentschlossen. Befragt wurden 524 wahrscheinliche Wähler im sechsten Kongresswahlbezirk von Kentucky. Die Fehlertoleranz betrug plus/minus 4,4 Prozentpunkte.

Trump hielt seine Kundgebung am Samstag im vierten Kongresswahlbezirk ab, wo der Republikaner Ed Gallrein gegen die Demokratin Melissa Strange antritt. Aktuelle öffentlich zugängliche Umfragen zu diesem Duell bei der Hauptwahl lagen nicht vor.

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