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Trump will Iran mit neuen Sanktionen in die Knie zwingen

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Iran-Krieg: Trump will Teherans Einnahmequellen trockenlegen – Experte warnt vor Fehlkalkulation

Von: Christian Stör

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Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran und dessen Partner. Finanzminister Bessent spricht Drohungen aus. Aus dem Iran kommt Häme.

Teheran/Washington, DC – Die USA haben verschärfte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verkündet. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, die Regierung von Präsident Donald Trump werde neue Strafmaßnahmen gegen alle Länder verhängen, die weiterhin mit dem Mullah-Regime in Teheran Geschäfte machten.

„Jede Art von wirtschaftlichem Engagement mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Macht der USA aussetzen“, warnte Bessent auf einer Pressekonferenz. Auf die Frage, ob dies auch auf China zutreffe, das als Hauptabnehmer iranischen Öls gilt, sagte Bessent: „Niemand steht außerhalb der Reichweite von US‑Sanktionen.“ China hatte die USA zuletzt vor neuen Maßnahmen gewarnt. „Sanktionen und Druck werden nicht dazu beitragen, das Problem zu lösen“, erklärte das chinesische Außenministerium.

Trump-Regierung will Sanktionen gegen Irans Handelspartner verschärfen

Teams aus dem Finanz-, Außen- und Verteidigungsministerium stünden mit ihren Partnern weltweit in Kontakt, um deutlich zu machen, dass die USA sofortiges Handeln erwarten, teilte Bessents Ministerium mit. Jedem Land werde ein Zeitrahmen gesetzt, um bestimmte Aktivitäten mit Bezug zum Iran einzustellen. Sollten sie nicht handeln, werde man Maßnahmen ergreifen.

Bessent ging nicht näher auf konkrete Schritte gegen einzelne Länder ein. Auch nannte er keine Zeiträume. Man habe aber keine unbegrenzte Geduld, sagte er. Jede Institution, die im Auftrag des Irans Geldwäsche ermögliche, werde aus dem US-Dollar-System ausgeschlossen, drohte er. Noch in dieser Woche werde es eine „große Ankündigung“ zur Sanktionierung eines Finanzinstituts geben.

Sanktionen im Iran-Krieg: Teheran reagiert auf Drohungen aus den USA

Der Iran reagierte gelassen auf die Drohungen und prophezeite den USA eine „neue Niederlage“. Der iranische Wirtschaftsminister Ali Madanisadeh sagte im Staatsfernsehen, Teheran sei auf die neuen Strafmaßnahmen vorbereitet. Auf dem Tisch liege ein „Zweijahresplan“, um den Sanktionen zu begegnen.

Zuvor hatte bereits Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X verächtlich geschrieben, die neuen US-Maßnahmen würden scheitern. Die USA wüssten, dass niemand auf ihre großspurigen Äußerungen hereinfalle. Die Handelspartner des Irans hätten deutlich gemacht, diese in keiner Weise zu berücksichtigen.

US-Sanktionen im Krieg gegen Teheran: Trump droht dem Iran mit „Wirtschaftskrieg“

Trump hatte dem Iran einen „Wirtschaftskrieg“ angedroht, der das Land zum „Zusammenbruch“ bringen werde. Bessent sprach seinerseits von einem „wirtschaftlichen D-Day“ und spielte damit auf die Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 an. Auf die Frage, warum die USA anders als beim D-Day nicht sofort handelten, reagierte Bessent schmallippig. Es handele sich zunächst um einen „Warnschuss“ gegen die Handelspartner des Iran, sagte er. Die Länder hätten noch die Möglichkeit, ihre Geschäfte mit Teheran zu beenden, bevor die Sanktionen griffen. Trump sei mit mehreren Staats- und Regierungschefs telefonisch im Gespräch.

Die neuen Sanktionen wurden in einer Phase des Iran-Kriegs verkündet, in der es seit Wochen keine sichtbaren Fortschritte im Ringen zwischen den USA und dem Iran gibt. Bisher ist es nicht gelungen, eine Einigung über die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu erzielen oder Teheran dazu zu bringen, sein umstrittenes Atomprogramm einzuschränken.

Experte warnt: Iran bereit zur Eskalation

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz zeigte sich angesichts der neuen Drohungen aus den USA eher skeptisch. Zwar stecke die iranische Wirtschaft in ernsthaften Schwierigkeiten, sei aber „noch weit von einem Zusammenbruch entfernt“, schrieb er auf X. Sollte Trump wirklich glauben, dass der Iran vor dem Kollaps stehe und zusätzlicher wirtschaftlicher Druck Teheran zur Kapitulation zwingen werde, „könnte er bald an die Grenzen dieser Annahme stoßen“.

Der Iran sei nach wie vor in der Lage, militärisch und wirtschaftlich erhebliche Kosten für die USA und deren Verbündete am Golf zu verursachen. Teheran habe deutlich gemacht, dass es bereit sei, „die Situation zu eskalieren, anstatt den Druck auf unbestimmte Zeit einfach hinzunehmen“, warnte der Iran-Experte. (Quellen: dpa; AFP) (cs)

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