DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +0,17 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber -1,75 % 57,79 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +1,29 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +1,00 % 63.388,35 USD 04:33:17 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:53 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:53 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:53 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:53

Trump will sich „alles nehmen“

Welt

Startseite Politik Milliarden-Deal mit der Ukraine: Trump überzeugt – USA können sich „alles nehmen, was wir wollen“ Von: Bedrettin Bölükbasi Uns auf Google folgen Donald Trump sieht im Rohstoffdeal mit der Ukraine einen Milliarden-Deal für die USA. Doch bei einer wichtigen Waffenlizenz zeigt er sich zurückhaltend. Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump sieht die Ukraine als Rohstoff-Schatzkammer – und die USA als Nutznießer. Der US-Präsident behauptet, das Abkommen mit Kiew gebe Washington weitreichenden Zugriff auf die ukrainischen Vorkommen. Die Vereinbarung sei ein „ziemlich guter Deal“ für die Vereinigten Staaten, sagte Trump in einem Interview mit Real America’s Voice. Rohstoff-Deal mit der Ukraine: Trump stellt Abkommen weitreichender dar Die Ukraine sei „sehr reich“ und verfüge über große Vorkommen an seltenen Erden. Die USA könnten aufgrund des Abkommens „jederzeit“ dorthin gehen und „ziemlich alles nehmen, was wir wollen“, sagte Trump. Den möglichen Wert des Deals für die Vereinigten Staaten bezifferte er auf mehr als 300 Milliarden Dollar. Tatsächlich räumt das im April 2025 geschlossene Abkommen den USA jedoch keine freie Verfügung über die ukrainischen Bodenschätze ein. Vorgesehen ist ein gemeinsamer US-ukrainischer Wiederaufbaufonds, an dem beide Seiten zu gleichen Teilen beteiligt sind. Die Einnahmen des Fonds sollen aus Lizenzgebühren, Förderabgaben und Produktionsvereinbarungen bei der Gewinnung kritischer Rohstoffe, seltener Erden und fossiler Energieträger wie Öl und Erdgas stammen. Die Verwaltung erfolgt gemeinsam durch die US International Development Finance Corporation und die ukrainische Agentur zur Unterstützung öffentlich-privater Partnerschaften. Trumps Milliarden-Deal soll vor allem beim Wiederaufbau helfen Die Hoheit über die ukrainischen Bodenschätze bleibt dagegen vollständig bei Kiew. Auch betrifft die vereinbarte Einnahmenteilung ausschließlich neu vergebene Förderlizenzen. Bereits bestehende staatliche Unternehmen wie Ukrnafta bleiben unter ukrainischer Kontrolle. Auch eine Rückzahlung der US-Militärhilfe durch die Ukraine sieht das Abkommen nicht vor. Trump hatte zuvor behauptet, die USA hätten der Ukraine mehr als 300 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, die zurückgezahlt werden müssten. Eine solche Schuld der Ukraine gegenüber Washington ist in der Vereinbarung aber nicht festgeschrieben. Die Einnahmen aus dem gemeinsamen Fonds müssen laut den vereinbarten Regeln vollständig in der Ukraine reinvestiert werden. Beide Länder sollen damit zum Wiederaufbau des vom russischen Angriffskrieg schwer beschädigten Landes beitragen. Für die Ukraine dürfte der Deal allerdings zunächst kaum schnelle Einnahmen bringen. Nach ersten Schätzungen ukrainischer Regierungsvertreter wird der Fonds voraussichtlich mindestens ein Jahrzehnt benötigen, bevor er liquide Erträge abwirft. Trumps Darstellung des Abkommens geht damit deutlich weiter als die tatsächlich festgelegten Regeln. Während der Präsident von einem Zugriff auf ukrainische Ressourcen „jederzeit“ und „ziemlich alles“ spricht, behält Kiew formal die Souveränität über seine Bodenschätze. Trump will sich „alles nehmen“ – doch bei Patriot-Lizenzen zeigt er sich zurückhaltend Ein Wunsch der Ukraine stößt in Washington derweil auf deutlich mehr Zurückhaltung. Trump äußerte sich am Freitag erneut vorsichtig zu einer möglichen US-Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine. „Diese Waffen sind unglaublich. Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir jemandem erlauben, sie zu bauen“, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David. Dabei hatte er Anfang Juli noch angekündigt, der Ukraine das Recht zur Herstellung von Patriots zu geben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bei seinem jüngsten Besuch im Weißen Haus um entsprechende Lizenzen gebeten. Für Kiew sind die Abfangraketen angesichts der anhaltenden russischen Luftangriffe von zentraler Bedeutung. Das Patriot-System spielt insbesondere bei der Abwehr ballistischer Raketen eine wichtige Rolle. Beim Zugriff auf die ukrainischen Rohstoffvorkommen stellt Trump die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die USA besonders weitreichend dar – bei der Weitergabe einer für die ukrainische Verteidigung wichtigen US-Technologie bleibt er dagegen äußerst vorsichtig. (Quellen: Kyiv Post, dpa, eigene Recherche) (bb)

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