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Trumps Auftragnehmer übernimmt Verantwortung für gescheiterte Sanierung des Reflecting Pool

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Millionen-Projekt am Lincoln Memorial floppt: Trumps Vandalen-Theorie fällt in sich zusammen

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Trumps 14,7-Millionen-Dollar-Projekt am Lincoln Memorial wird zum Fiasko: Die Auskleidung blättert ab, der Pool bleibt leer – Vandalen waren es nicht.

Washington, D.C. – Donald Trumps handverlesener Auftragnehmer hat eingeräumt, für die gescheiterte Sanierung des Washington Reflecting Pool verantwortlich zu sein – und nicht Vandalen. Es entwickelte sich für den US-Präsidenten in der heißen Phase vor dem 250. Jubiläum der USA zu einer anhaltenden Blamage, als der teure Neuanstrich abblätterte und das Wasser im Pool sich grün vor Algen färbte.

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Dieser Artikel von Iona Cleave entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk

Nach Regierungsunterlagen löste sich die neue, „amerikanisch flaggenblaue“ Auskleidung des 610 Meter langen Lincoln Memorial Reflecting Pool und brach auf, weil ihr unausgereiftes Design nie getestet worden war. Dies widerspricht Donald Trumps wiederholten Behauptungen, messerbewaffnete Vandalen hätten die neue, „amerikanisch flaggenblaue“ Auskleidung „zerhackt“, mit dem offensichtlichen Ziel, die Verantwortung vom Weißen Haus wegzuschieben.

Teures Desaster am nationalen Wahrzeichen

Das Justizministerium (DoJ) hat inzwischen alle Anklagen gegen die mutmaßlichen Täter fallen gelassen, darunter gegen einen ehemaligen Olympioniken, dem bis zu zehn Jahre Haft drohten. Die Unterlagen, die der Zeitung The New York Times vorliegen, enthalten ein klares Eingeständnis des Auftragnehmers zu eigenen Fehlern und führen „menschliches Versagen“ sowie das Auftragen inkompatibler Chemikalien als Ursachen an.

Der Bericht erhöht den Druck auf Trump wegen des 14,7-Millionen-Dollar-Desasters an dem nationalen Wahrzeichen, einem seiner vielen kostspieligen und umstrittenen Verschönerungsprojekte in der Hauptstadt. Das Weiße Haus vergab den millionenschweren Auftrag ohne Ausschreibung an Atlantic Industrial Coatings, ein Unternehmen, das zuvor noch nie einen Bundesauftrag erhalten, aber einen Pool auf Trumps Golfplatz in Virginia saniert hatte.

Trump drängte darauf, die Renovierung des Beckens zu beschleunigen, damit sie vor den Feierlichkeiten zum 4. Juli abgeschlossen sein konnte. Dennoch zieht sich das Projekt seit Monaten hin, und der Pool ist Stand 12. September weiterhin leergepumpt. Seit seiner Rückkehr ins Amt ist Trump fest entschlossen, in Washington einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, und ordnet eine Reihe von Bauprojekten und Renovierungen in einer Stadt an, in der historische Bausubstanz als nahezu unantastbar gilt.

Im vergangenen Jahr ließ er den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für einen 90.000 Quadratfuß großen Ballsaal zu schaffen, versucht, die Fassaden bedeutender Gebäude mit seinem Namen zu schmücken, und treibt Pläne für einen 76 Meter hohen Triumphbogen voran.

Trumps Umbauten in Washington und Vorwurf der Steuergeldverschwendung

Demokraten und Denkmalschutzgruppen werfen ihm vor, Steuergelder für die unnötige Umgestaltung der Stadt in seinem eigenen Bild zu verschwenden. Die Projekte wurden häufig ohne Genehmigung angeordnet und bewegten sich am Rande des Bundesrechts. Das Justizministerium, das Anfang Juli mehrere Personen wegen Vandalismus am Reflecting Pool angeklagt hatte, begann am 31. Juli damit, die Verfahren einstellen zu lassen.

Ehemaliger Slalom-Kanute wurde zu Unrecht wegen Vandalismus angeklagt und später entlastet

David Hearn, 67, ein ehemaliger Slalom-Kanute, war im Zuge des harten Durchgreifens der Regierung gegen die angeblichen Vandalen unter schwerem Tatvorwurf angeklagt worden, weil er angeblich an dem Becken manipuliert hatte. Der Olympionike hatte die Vorwürfe bestritten, und der Fall wurde vergangenen Monat von Jeanine Pirro, der US-Staatsanwältin für den District of Columbia, eingestellt, die urteilte, dass die Probleme auf eine „verpfuschte Installation und nicht auf Vandalismus“ zurückgingen.

Laut den Berichten von Atlantic an die Regierung versäumten es Arbeiter, in einigen Bereichen des Beckens ausreichend Grundierung aufzutragen, sodass die Schichten nicht miteinander haften konnten. Hitze führte dann dazu, dass die unterste Schicht Blasen warf und sich löste. Das Weiße Haus reagierte nicht umgehend auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

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