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Trumps Börsengeschäfte sorgen für politischen Zündstoff

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78 Millionen Dollar in einem Monat: Trumps Börsengeschäfte sorgen für politischen Zündstoff

Von: Lukas Richter

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Trumps Finanzbericht nennt Käufe über 49 Millionen Dollar und Verkäufe ab 28,5 Millionen Dollar. Auch Coinbase wird erwähnt.

Washington – Donald Trump hat im Juni mehr als 1.000 Geschäfte mit Aktien, Anleihen und börsengehandelten Fonds getätigt. Die Finanzoffenlegung des US-Präsidenten zeigt Käufe und Verkäufe im Wert von insgesamt mindestens 78,1 Millionen Dollar. Die Transaktionen geben einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Bewegungen seines Wertpapiervermögens.

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Insgesamt weist die am 22. August eingereichte und vom U.S. Office of Government Ethics veröffentlichte Erklärung 1.051 Transaktionen für Juni aus. Trump kaufte Wertpapiere für mehr als 49 Millionen Dollar und verkaufte Bestände für mindestens 28,5 Millionen Dollar, wie der US-Wirtschaftssender CNBC meldet.

Die Offenlegung ist gesetzlich vorgeschrieben. Hochrangige US-Regierungsvertreter müssen bestimmte Wertpapiergeschäfte über 1.000 Dollar melden, um mögliche finanzielle Interessenkonflikte öffentlich nachvollziehbar zu machen.

Die größte einzelne Transaktion war ein Verkauf von Anteilen am Vanguard Dividend Appreciation Index Fund ETF am 22. Juni. Der angegebene Wert lag bei mindestens 5 Millionen Dollar. Noch am selben Tag kaufte Trump Aktien des Zahlungsdienstleisters Fidelity National Information Services sowie der Baumarktkette Home Depot. Der Wert lag jeweils bei mindestens 1 Million Dollar.

Millionen-Verkauf bei Vanguard

Vier Tage zuvor hatte Trump Aktien von Meta und Motorola im Wert von jeweils mindestens 1 Million Dollar verkauft. Gleichzeitig kaufte er Anteile an Berkshire Hathaway, Cintas sowie den Zahlungsdienstleistern Visa und Mastercard. Auch diese Käufe lagen jeweils bei mindestens 1 Million Dollar. Die Geschäfte erfolgten kurz nach deutlichen Bewegungen an den US-Börsen.

Auch Fonds spielten bei der Umschichtung eine große Rolle. Trump kaufte unter anderem einen Fonds auf US-Staatsanleihen sowie einen Technologie-ETF. Gleichzeitig stieß er Anteile an Fonds für europäische Aktien und kurzlaufende Anleihen ab, berichtet CNBC.

Die Offenlegung zeigt allerdings nicht, wie groß Trumps gesamtes Wertpapiervermögen ist. Für die einzelnen Geschäfte müssen nur Wertspannen angegeben werden. Auch der genaue Bestand an einzelnen Aktien oder Fonds geht daraus nicht hervor.

Trump handelte auch Rüstungs- und Krypto-Aktien

Mehrfach kaufte und verkaufte Trump im Juni zudem Aktien des Softwarekonzerns Palantir. Geschäfte gab es auch mit RTX und Northrop Grumman. Bei Coinbase tätigte er wechselnde Geschäfte: Zwischen dem 12. und 23. Juni verkaufte er Aktien im Wert von insgesamt mindestens 116.003 Dollar und kaufte am 24. Juni erneut für mindestens 50.001 Dollar zu.

Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zu der neuen Offenlegung. Bereits im Mai hatte Sprecher Davis Ingle erklärt, Trumps Vermögenswerte lägen in einem von seinen Kindern verwalteten Trust. „Es gibt keine Interessenkonflikte“, sagte Ingle damals laut CNBC.

Aktiengeschäfte sorgen für bissige Kommentare

Der demokratische Senator Jon Ossoff hatte Trumps Finanzgeschäfte wenige Tage vor der Veröffentlichung erneut politisch angegriffen. „Der Präsident spielt Golf, handelt mit Aktien und dekoriert seinen Ballsaal“, sagte Ossoff kürzlich in einem Interview mit Jen Psaki beim US-Sender MS Now.

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